Universität Stanford entlastet deutsche Ministerin von der Leyen

12. Oktober 2015, 13:13
73 Postings

Eliteuni kritisiert "übertriebene und falsche Medienberichte" über Deutschlands Verteidigungsministerin

Berlin – Die US-Universität Stanford hat die deutsche Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) von dem Vorwurf entlastet, ihren Lebenslauf geschönt zu haben. Das deutsche Verteidigungsministerium verbreitete am Montag ein Schreiben, in dem sich eine Vizepräsidentin der Uni betroffen über "übertriebene und falsche Medienberichte" vom Wochenende zeigt.

Im Lebenslauf auf der Homepage des Verteidigungsministeriums erwähnt die Medizinerin von der Leyen einen "Aufenthalt in Stanford, Kalifornien/USA" von 1992 bis 1996. Außerdem gibt die Christdemokratin dort an, 1993 Gasthörerin an der Eliteuni gewesen zu sein und 1995 eine Marktanalyse für die Krankenhausverwaltung erstellt zu haben.

Die Zeitung "Welt am Sonntag" hatte unter Berufung auf eine Stanford-Sprecherin berichtet, die belegten Aktivitäten reichten nicht aus, um den Namen der Eliteuniversität im akademischen Lebenslauf anzugeben. Am Montag berichtete die "Welt" online, die Universität habe ihre Einschätzung zurückgezogen. Das Verteidigungsministerium will nun den Presserat bitten, den Vorgang zu prüfen. (APA, 12.10.2015)

  • Die deutsche Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen wurde mit dem Vorwurf konfrontiert, ihren Lebenslauf geschönt zu haben. Die Universität Stanford verteidigt sie nun.
    foto: reuters/peter nicholls

    Die deutsche Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen wurde mit dem Vorwurf konfrontiert, ihren Lebenslauf geschönt zu haben. Die Universität Stanford verteidigt sie nun.

Share if you care.