Essenstrends: Vegan ist in – und schnelles Essen unterwegs

9. Oktober 2015, 14:04
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Im Trend sind vegane Lebensmittel und schnell zuzubereitende Convenience-Produkte

Vegane Lebensmittel boomen. Im Trend liegen zudem vegetarische, fair gehandelte oder Bio-Produkte sowie "Free-From"-Essen – etwa ohne Laktose oder Gluten. Mit Blick auf wachsenden Zeitmangel, hohe Erwerbstätigkeit und Mobilität werden auch viele schnell zuzubereitende Convenience-Waren, kochfertige "Ready-To-Cook"-Angebote sowie Essen "To-Go" aufgetischt. Diese und andere Trends sind das Ergebnis einer Studie der deutschen Bundesvereinigung der Ernährungsindustrie (BVE) und der Marktforschungsgesellschaft GfK, die im Vorfeld der weltgrößten Ernährungsmesse "Anuga" in Deutschland präsentiert wurde.

Außer Haus essen

Laut Untersuchung werden im laufenden Jahr gut drei Milliarden Mahlzeiten in Deutschland weniger zu Hause verzehrt als 2005. Nur noch ein Drittel der Verbraucher (34 Prozent) koche regelmäßig. Dabei fehlt es laut BVE an Gelegenheit, Motivation, aber auch am Können. Der Anteil derer, die praktisch nie kochen, ist binnen zwei Jahren von 38 auf fast 42 Prozent gestiegen.

Auch Kinder essen ihr Frühstück und Mittagessen häufig nicht mehr daheim, betonte GfK-Konsumforscher Wolfgang Adlwarth. 2005 bekamen noch rund zwei Drittel – 69 Prozent – der Drei- bis Fünfjährigen ihr Mittagessen zu Hause, 2015 sind es nur noch 41 Prozent. Die Kleinen essen im Kindergarten, die etwas Älteren öfters in der Schule.

Bewusstes Konsumieren

Es gibt aber einen Trend, bewusster und hochwertiger zu kaufen und zu konsumieren. Die Studie mit Daten von 30.000 Haushalten zeigt nämlich auch: Qualität bestimmt heute bei 51 Prozent der Verbraucher, ob es ein Produkt in den Einkaufswagen schafft. Drei Viertel der Konsumenten messen dem Einfluss der Ernährung auf ihre Gesundheit inzwischen große Bedeutung zu.

Die Haushalte geben laut Handelsverband BVLH durchschnittlich 296 Euro im Monat für Lebensmittel und alkoholfreie Getränke aus. Die Preise sollen nach Branchenangaben auch 2016 nur leicht steigen. Deutschland gilt als drittgrößter Lebensmittelexporteur weltweit. Die Ernährungsindustrie hat 5.800 Betriebe und 560.000 Beschäftigte. (APA, red, 9.10.2015)

  • Der Großteil der Konsumenten misst dem Einfluss der Ernährung auf ihre Gesundheit große Bedeutung zu.
    foto: apa/fredrik von erichsen

    Der Großteil der Konsumenten misst dem Einfluss der Ernährung auf ihre Gesundheit große Bedeutung zu.

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