"The Division": Bericht über Grafik-Downgrade

9. Oktober 2015, 12:29
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Tester melden zahlreiche fehlende Features – für ein Urteil sei es aber zu früh

Spielhersteller Ubisoft steht erneut aufgrund eines vermeintlichen Grafik-Downgrades eines Videospiels in der Kritik. Nach der Aufregung um "Watch Dogs" trifft es nun den kommenden Open-World-Shooter "The Division", der erstmals 2013 mit einer spektakulären Demo auf der Branchenmesse E3 vorgestellt wurde. Wie die Seite NX Gamer auf Basis eines aktuellen Hands-ons mit der Xbox-One-Version des Titels auf der EGX 2015 berichtet, dürfte das Spiel zwei Jahre später viel von der damaligen Grafikpracht verloren haben. Eine klare Warnung spricht die Seite allerdings nicht aus, dafür sei es angesichts des Zeitpunktes – sechs Monate vor dem Marktstart – noch zu früh. Vieles könne sich bis dahin noch ändern.

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Statische Welt

Angesichts der gezeigten Vier-Spieler-Coop-Demo moniert NX Gamer speziell die unscharfe Darstellung. Einen Direktmitschnitt durften die Redakteure nicht machen, doch ihren Eindruck nach handele es sich um eine Auflösung von 900p oder niedriger. Gleichzeitig lasse das Spiel im jetzigen Zustand zumindest Anti-Aliasing-Maßnahmen vermissen, die Ubisoft in anderen Werken wie "Assassin's Creed Unity" zur Kantenglättung einsetzt.

Desweiteren vermisse man bereits beworbene Features wie kleinteilig zerstörbare Kulissen. Die Demo habe aus einer großen, aber weitgehend statischen Arena bestanden. Einige Animationen seien ebenfalls vereinfacht worden.

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Mit dieser Gameplay-Demo stellte Ubisoft "The Division" 2013 erstmals vor.

Solide Performance

Der Analyse zufolge sei es zu früh für ein finales Urteil über einen vermeintlichen Downgrade, da Ubisoft aktuell einfach den Netzcode und die Performance des Online-Open-World-Spiels testen und deshalb einige Features noch nicht aktiviert haben könnte. Die Demo lief relativ stabil bei 30 Bildern pro Sekunde.

Die Gameplay-Performance sei in jedem Fall positiv aufgefallen, das Schießgefühl sei gut, das Gameplay taktisch und das Deckungssystem würde funktionieren. Allerdings stimme die Balance noch nicht ganz: Gegner würden Kugeln noch wie Schwämme absorbieren, was nicht in realistische Umfeld passe.

Vorgeschichte

Erste Downgrade-Vorwürfe zu "The Division" musste sich Hersteller Massive Entertainment übrigens bereits Mitte 2014 gefallen lassen und ein Jahr später abermals, als Screenshots der Alpha-Version veröffentlicht wurden. Bislang stritten die Entwickler diese Vorwürfe jedoch immer ab. Man habe zu Testzwecken noch nicht alle Grafikeffekte aktiviert. Die Verschiebung des Marktstarts von Ende 2015 auf den 8. März 2016 für Windows-PC, PS4 und XBO suggeriert zumindest, dass noch einiges an Feinschliff nötig ist. (zw, 9.10.2015)

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    foto: the division
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