Blackberry könnte 2016 Smartphone-Geschäft einstellen

9. Oktober 2015, 10:52
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Konzernchef setzt verstärkt auf Software

Blackberry-Chef John Chen gibt dem geschrumpften Smartphone-Pionier maximal Zeit bis Ende nächsten Jahres, um die Verluste im Geräte-Geschäft zu stoppen. Wenn es bis dahin nicht profitabel sei, müsse er das bisherige Vorgehen überdenken, sagte Chen am späten Donnerstag bei einer Konferenz des Technologieblogs "Recode".

Stärkerer Fokus auf Software

Der Manager, der die Führung bei Blackberry vor zwei Jahren nach dem Flop neuer Smartphones am Rande des Abgrunds übernahm, hatte bereits einen möglichen Ausstieg aus dem Geräte-Geschäft signalisiert. Einen Zeitraum gab es bisher nicht.

Chen setzt verstärkt darauf, Blackberry-Software in Unternehmen unterzubringen und die Kommunikation zwischen vernetzter Technik unter anderem im Gesundheitswesen abzusichern. Mit diesem Kurs gelangen dem Konzern zuletzt trotz der Probleme im Geräte-Geschäft insgesamt schwarzen Zahlen.

Erstes Modell mit Android

Vor wenigen Tagen stellte Blackberry zudem ein erstes Smartphones mit dem Google-System Android vor. Es ist das erste Modell, das nicht mit einem hauseigenen Betriebssystem läuft.

Der kanadische Anbieter hatte die Anfänge des Smartphone-Geschäfts geprägt. Blackberry verpasste jedoch den Trend zu großen Touchscreens, den Apples iPhone und Android-Telefone auslösten. Der Marktanteil sank zuletzt unter ein Prozent. (APA, 9.10.2015)

  • Blackberry blickt in eine ungewisse Zukunft. Wenn das Smartphone-Geschäft nicht wieder anzieht, könnte es 2016 eingestellt werden.
    foto: reuters/mark blinch

    Blackberry blickt in eine ungewisse Zukunft. Wenn das Smartphone-Geschäft nicht wieder anzieht, könnte es 2016 eingestellt werden.

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