Hollywood intervenierte gegen österreichischen Kunstpreis

8. Oktober 2015, 15:36
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Oscar-Academy urgierte die ungerechtfertigte Verwendung der lautverwandten "OscART"-Bezeichnung

Wien/Hollywood – Seit 2002 verleiht die Wiener Wirtschaftskammer (Gremium Kunsthandel) einen Ehrenpreis für besondere Verdienste um die Kunst. Ursprünglich wurde der so genannte "OscART" jährlich in mehreren Kategorien (Museumswesen, Kunsthandel, Galerien, Sammler) zuerkannt, seit 2011 im Biennale-Rhythmus.

Im Vorfeld der aktuell für den 27. Oktober (Novomatik Forum, 19.00 Uhr) anberaumten Verleihung wurde dieser Tage bekannt, dass der Preis in "viennaARTaward" umbenannt wurde.

Der Grund: Die US-amerikanische Academy of Motion Picture Arts and Sciences hatte Anfang vergangenen Jahres eine ungerechtfertigte Verwendung zum lautverwandten Filmpreis urgiert. Wiewohl man "OscART" einst als Marke schützen ließ, erklärt Horst Szaal (Gremialobmann Kunst-, Antiquitäten- und Briefmarkenhandel), wollte man sich angesichts eines ungewissen Ausgangs auf keinen Rechtsstreit einlassen. Warum Hollywood erst nach so vielen Jahren reagierte?

Nun, erläutert Szaal, Anlass sei die Verleihung des OscARTs 2013 gewesen. Konkret der im Zuge des Zeremoniells von Tobias Natter verlautbarten Rücktritt von seiner Position als museologischer Direktor des Leopold Museums, der auch in amerikanischen Medien thematisiert worden war. (Olga Kronsteiner, 8.10.2015)

  • OscART-Verleihung 2013: (v.l.n.r.) Horst Szaal (Gremialobmann Kunsthandel), Brigitte Jank (damals Präsidentin Wirtschaftskammer Wien), Tobias Natter (Ex-Direktor Leopold Museum) und sein Laudator Klaus Albrecht Schröder (Direktor Albertina).
    foto: florian wieser/wkö

    OscART-Verleihung 2013: (v.l.n.r.) Horst Szaal (Gremialobmann Kunsthandel), Brigitte Jank (damals Präsidentin Wirtschaftskammer Wien), Tobias Natter (Ex-Direktor Leopold Museum) und sein Laudator Klaus Albrecht Schröder (Direktor Albertina).

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