OSZE besorgt über Verstöße gegen Waffenruhe in Ostukraine

8. Oktober 2015, 14:21
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Aber Separatisten und Regierungstruppen setzen Abzug von Fronlinie fort

Kiew – Trotz der jüngsten Entspannung im Kriegsgebiet Ostukraine ist die in Wien ansässige Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) über neue Verstöße gegen die Waffenruhe beunruhigt. Nach Angaben des ukrainischen Militärs wurden bei einem Angriff der prorussischen Separatisten im Gebiet Luhansk vier Soldaten verletzt.

Auch die Separatisten warfen den Regierungstruppen einzelne Verletzungen der seit 1. September geltenden Waffenruhe vor. Alexander Hug von der OSZE-Beobachtermission bestätigte am Donnerstag in Kiew einen Vorfall mit Panzerabwehrraketen in der Region. "Der Einsatz jeder Art von Waffen ist ein Verstoß gegen die Feuerpause und das Minsker Abkommen", sagte der Vize-Missionsleiter. Zugleich berichtete er, dass beide Seiten den im September vereinbarten Abzug von Kriegsgerät aus dem Frontgebiet fortsetzten.

In der Konfliktregion gehe die größte Gefahr für Zivilisten wie auch für die internationalen Beobachter derzeit von Landminen aus. Hug rief die Konfliktparteien auf, Karten von Minenfeldern anzulegen und Wege für eine effektive Beseitigung zu suchen. (APA, 8.10.2015)

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