US-Behörde will Zulassung von Merck-Krebsmittel rasch prüfen

8. Oktober 2015, 11:03
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Für Behandlung des metastasierten Merkelzellkarzinom, einem seltenen, bösartigen Hauttumor

Frankfurt – Der Pharma- und Chemiekonzern Merck kann auf eine beschleunigte Zulassung seines Krebsmittels Avelumab in den USA hoffen. Die US-Gesundheitsbehörde FDA habe Merck eine beschleunigte Prüfung der Zulassung für das Medikament zugesagt, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Dies gelte für die Behandlung des metastasierten Merkelzellkarzinom, einem seltenen, bösartigen Hauttumor. Der so genannte "Fast Track"-Status soll die Begutachtung von Arzneimitteln zur Behandlung schwerer Erkrankungen mit einem hohen ungedeckten medizinischen Bedarf beschleunigen. Merck hat mehrere klinische Studien in verschiedenen Krebsarten mit Avelumab laufen. Zur Behandlung des Merkelzellkarzinom befindet sich das Mittel in der zweiten von drei Phasen der klinischen Entwicklung.

Körpereigenes Abwehrsystem aktivieren

Die Krebsimmuntherapie Avelumab ist Kern der Ende 2014 vereinbarten Allianz zwischen Merck und dem US-Pharmariesen Pfizer. Beide wollen zusammen Medikamente auf den Markt bringen, die das körpereigene Abwehrsystem dazu bringen sollen, bösartige Tumore zu bekämpfen. Eine erste Markteinführung von Avelumab erwarte Merck 2017, danach soll mindestens eine weitere Marktzulassung pro Jahr bis 2022 erreicht werden. (Reuters, 8.10.2015)

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