Alpine: AK bringt weitere Millionenklagen ein

7. Oktober 2015, 16:26
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Neue Sammelklagen gegen Banken wegen Anleihen

Wien – In der Causa um den pleitegegangenen Baukonzern Alpine hat die Arbeiterkammer (AK) am Mittwoch ihre drei letzten großen Sammelklagen gegen Banken eingebracht. Insgesamt klagt die AK für 1411 mutmaßlich geschädigte Anleger knapp 27 Mio. Euro ein.

Die drei neuen Klagen mit einem Gesamtstreitwert von 21,9 Mio. Euro richten sich gegen Banken, die die umstrittenen Anleiheemissionen der Alpine begleitet haben. "Wir stützen die Schadenersatzansprüche der Anleger im Wesentlichen auf die zivilrechtliche Prospekthaftung", so AK-Juristin Margit Handschmann.

Die im Sommer 2013 spektakulär in die Pleite geschlitterte Salzburger Baufirma Alpine hatte in den Jahren 2010 bis 2012 drei Anleihen in Höhe von insgesamt 290 Mio. Euro begeben. Der Bond wurde von österreichischen Banken in großem Stil auch an Kleinanleger vertrieben. Zum Zeitpunkt der Emissionen war der Baukonzern bereits in finanzieller Schieflage, wie sich später herausstellte.

Rund 7000 Privatanleger schauen nun durch die Finger. Im Fall Alpine läuft seit längerem auch ein Strafverfahren der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft gegen mehr als zwei Dutzend Personen u. a. wegen schweren Betrugs, Bilanzfälschung, Untreue und Bestechung von Amtsträgern. Erst kürzlich hat die Anklagebehörde ihre Ermittlungen ausgeweitet.

Um die Verjährung der Ansprüche zu verhindern, will die AK für knapp 1000 Anleger einen Privatbeteiligtenanschluss in diesem Strafverfahren einbringen, kündigte Handschmann an. Die Finanzierung der AK-Prozesse übernimmt der Prozesskostenfinanzierer Roland. (APA, 8.10.2015)

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