32 Teams greifen nach 16 Fixtickets für Frankreich

7. Oktober 2015, 13:24
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Deutschland, Spanien, Italien und Polen ebenso auf gutem Weg wie Nordirland oder Portugal – Niederlande zittern – Serbiens Teambus mit Steinen beworfen

Dublin – Das Starterfeld der Fußball-EM-Endrunde wird sich in den kommenden Tagen füllen. Nach acht Qualifikationsrunden haben mit Österreich, Tschechien, England und Island erst vier Mannschaften das sportliche Ticket für Frankreich 2016 gelöst. Bis Dienstag werden 20 der 24 Fixstarter sowie die acht Play-off-Teilnehmer feststehen.

32 Mannschaften haben noch die Chance, zur EM zu fahren. Die Niederlande zittern, andere europäische Fußball-Schwergewichte wie Deutschland, Spanien oder Italien sind auf bestem Weg. Dem Weltmeister reicht am Donnerstag (20.45 Uhr/live RTL) schon ein Punkt in Irland. Bei einem Sieg der Deutschen wäre Polen mit einem Erfolg in Schottland ebenfalls durch. Die viertplatzierten Schotten hoffen auf einen Heimsieg, um den zum Play-off berechtigten dritten Platz noch zu erreichen.

Joachim Löw sind solche Rechenspiele egal. "Wir wollen beide Spiele gewinnen, und werden sie auch gewinnen", erklärte Deutschlands Bundestrainer vor dem Abflug nach Dublin. Auch ohne den am Fuß verletzten Lukas Podolski sollen die kampfstarken Iren in die Knie gezwungen werden. Die letzte Niederlage einer deutschen Auswahl gegen Österreichs kommenden Gegner in der WM-Qualifikation ist mehr als 21 Jahre her. In Dublin hat Deutschland zuletzt 1956 verloren.

Nach einem missglückten Auftakt hat Deutschland in Gruppe D zuletzt fünf Siege in Serie gefeiert. Die "Boys in Green" sind vor sicher stimmgewaltiger Kulisse aber hoch motiviert. "Mit ihren Qualitäten war es nur eine Frage der Zeit, bis sie die Spitze übernehmen. Aber wir werden bereit sein", meinte Irlands Assistenz-Trainer Roy Keane. Sollte Polen in Glasgow nicht gewinnen, kommt es für Irland am letzten Spieltag in Warschau am Sonntag ohnehin zu einem Duell um Platz zwei.

Mit Nordirland hofft eine weitere Mannschaft von der Grünen Insel auf ein EM-Ticket. Nur ein Sieg trennt den Spitzenreiter der Gruppe F von der ersten Teilnahme an einem Großturnier seit der WM 1986 in Mexiko. Am Donnerstag geht es in Belfast gegen Griechenland, das nach acht Spielen noch ohne Sieg und mit nur drei Punkten am Tabellenende steht. Fehlen wird den Iren jedoch ihr gesperrter Torjäger Kyle Lafferty (7 Treffer).

Nur einen Punkt hinter Nordirland rangiert Rumänien. Mit einem Heimsieg gegen Finnland samt gleichzeitigem Ausrutscher der Iren könnten die noch ungeschlagenen Osteuropäer bei der EM sein. Ungarn ist drei Zähler hinter Rumänien Dritter und wäre mit einem Erfolg gegen die Färöer in Budapest ebenfalls noch im Rennen um einen EM-Fixplatz.

Portugal reicht gegen den ersten Verfolger Dänemark bereits ein Remis in Braga, um die neuerliche EM-Teilnahme abzusichern. Die beiden Teams treffen zum bereits fünften Mal in den vergangenen fünf Jahren aufeinander. Die Iberer um ihren Superstar Cristiano Ronaldo setzten sich in den jüngsten vier Duellen dabei dreimal durch.

Dänemark droht in der aus fünf Mannschaften bestehenden Gruppe I im Fall einer Niederlage hinter Albanien zurückzufallen. Die Heimpartie der Albaner gegen Serbien – einem weiteren WM-Quali-Kontrahent von Österreich – birgt allerdings viel Zündstoff. Das als "Drohnenspiel" in die Geschichtsbücher eingegangene Hinspiel in Belgrad wurde nach Ausschreitungen und Provokationen beim Stand von 0:0 abgebrochen und inzwischen mit 3:0 für Albanien gewertet. Der für den Drohnenflug verantwortliche Mann wurde am Mittwoch in Tirana festgenommen.

Im Vorfeld des für Donnerstag in Elbasan angesetzten Retourspiels ist es neuerlich zu einem Vorfall gekommen. Der Bus der serbischen Nationalmannschaft, die vom Flughafen von Tirana ins Hotel unterwegs war, wurde am Mittwochabend laut serbischen Medienberichten mit Steinen beworfen.

Verletzte habe es nicht gegeben, ein Fenster sei aber zu Bruch gegangen, erklärte Serbiens Fußball-Verbands-Vizepräsident Savo Milosevic gegenüber der staatlichen Presseagentur Tanjug. In Tirana und Elbasan wurden laut albanischen und serbischen Medienberichten schon am Mittwoch starke Sicherheitsmaßnahmen getroffen. Am Donnerstag sollen in Elbasan etwa 2.000 Ordnungshüter im Einsatz sein. (APA/Reuters, 7.10.2015)

  • Das DFB-Team (Im Bild: Kevin Volland, Marco Reus, Matthias Ginter, Sebastian Rudy, und Andre Schürrle, v.li) reist guten Mutes nach Irland.
    foto: epa/arneüdedert

    Das DFB-Team (Im Bild: Kevin Volland, Marco Reus, Matthias Ginter, Sebastian Rudy, und Andre Schürrle, v.li) reist guten Mutes nach Irland.

  • Relativ gut geschützt: Serbiens Teambus.
    foto: epa/armando babani

    Relativ gut geschützt: Serbiens Teambus.

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