Wachstum der Weltwirtschaft wird eingebremst

6. Oktober 2015, 16:57
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Chinas Wachstum heuer und nächstes Jahr unter sieben Prozent – USA wachsen stärker als erwartet

Lima – Im Sog der Konjunkturabkühlung in China wird das Wachstum der Weltwirtschaft dieses Jahr laut Internationalem Währungsfonds (IWF) an Fahrt verlieren. Der IWF rechnet nur noch mit einem Plus von 3,1 Prozent, wie aus seiner am Dienstag aktualisierten Vorhersage hervorgeht. Noch im Juli hatte er das globale Wachstum auf 3,3 Prozent veranschlagt. Zum Vergleich: 2014 lag es bei 3,4 Prozent.

China sackt ab

Deutschland und die Eurozone werden laut der Prognose dieses und nächstes Jahr im Gleichschritt um 1,5 beziehungsweise 1,6 Prozent zulegen. Während das Wachstum in den USA 2015 noch stärker anziehen soll als bisher angenommen, werde China einen Gang herunterschalten. Hier erwartet der IWF heuer 6,8 Prozent, nach 7,3 Prozent 2014. 2016 wird eine weitere Abschwächung auf 6,3 Prozent erwartet.

Russland und Brasilien droht dem IWF zufolge vor allem auch wegen des Ölpreisverfalls eine längere Rezession: "Das hehre Ziel eines kräftigen und gleichlaufenden globalen Wachstums bleibt schwer erreichbar", warnte IWF-Chefvolkswirt Maurice Obstfeld bei der Herbsttagung des Fonds und der Weltbank in der peruanischen Hauptstadt Lima. Erst nächstes Jahr werde die Weltwirtschaft mit 3,6 Prozent wieder stärker wachsen als 2014. Damit senkte der IWF auch seine Prognose für 2016 leicht. (APA, 6.10.2015)

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