W wie Wienfluss

7. Oktober 2015, 07:00
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DER STANDARD erklärt im Wien-Lexikon bis zur Wahl am 11. Oktober die wichtigsten Begriffe der Stadt

Wienfluss, der; entspringt im Wienerwald bei Rekawinkel und mündet im ersten Bezirk bei der Urania in den Donaukanal. Bis zu seiner Vereinigung mit dem Pfalzauer Bach bei Pressbaum heißt er "Dürre Wien", erst ab dort trägt er den Namen "Wienfluss" oder "Wien". Um das Jahr 1100 begannen sich Mühlenbetriebe an den Ufern der Wien anzusiedeln. Ein Mühlbach speiste etwa die Mollardmühle in der heutigen Mollardgasse im sechsten Bezirk. Die Wien führt im Normalfall 200 Liter Wasser pro Sekunde, bei Hochwasser kann dieser Wert schnell auf über 450.000 Liter steigen. 1830 brach nach einem Hochwasser eine Choleraepidemie aus, weshalb man Sammelkanäle ("Cholerakanäle") baute. Um 1900 legte man den Fluss zum Hochwasserschutz in ein Betonbett. So entstand der Wienflussweg, der etwa zum Radfahren genutzt wird. (cmi, 7.10.2015)

foto: robert newald
Blick auf den Wienfluss von der Kennedybrücke in Wien-Hietzing.
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