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Moderne Finanzierungen

6. Oktober 2015, 10:08

Für Jungunternehmer stellt die Finanzierung ihrer Vorhaben oft ein Problem dar. Eigenkapital fehlt, Erfolge und Referenzen sind noch keine nachzuweisen. Neben klassischen Finanzierungen über die Bank und Förderungen werden alternative Finanzierungsmodelle immer beliebter.

Für Stefan Ponsold verläuft das Leben sonnig. "Ein Alltagsproblem umweltfreundlich lösen!" – so lautete die Problemstellung einer Studie, im Rahmen derer der studierte Innovationsmanager 2008 die Initialzündung zu seiner Idee hatte. Das Problem eines leeren Akkus – egal, ob Smartphone, Tablet oder Digitalkamera – sollte mit mobiler, umweltfreundlicher Energieversorgung aus der Welt geschafft werden. Die Lösung war "SunnyBAG": Solarpaneelen auf Umhängetaschen, Schutzhüllen oder Rucksäcken ermöglichen das Laden mobiler Geräte mit Sonnenenergie.

Crowdinvesting

Doch der erfolgreiche Gründer denkt nicht nur beim Produkt innovativ. Auch in Sachen Finanzierung hat er keinen klassischen Weg gewählt. Eine Crowdinvesting-Kampagne brachte dem Unternehmen über 150.000 Euro von 150 Investoren ein, das Geld fließt in die Intensivierung der Marktbearbeitung. Beim Crowdfunding, zu Deutsch Schwarmfinanzierung, bestehen die Kapitalgeber aus einer Vielzahl von Personen, meist Internetnutzer. Gegenleistungen können Geld und Sachleistungen sein, aber auch ideelle Werte. Stefan Ponsold sieht im Crowdinvesting drei wesentliche Vorteile gegenüber klassischen Finanzierungsformen: "Das Investitionsvorhaben wird von einer großen Crowd zunächst geprüft und für geeignet befunden. Es kommt zu einem Marketing-Aufwind mit wertsteigendem Effekt durch die Plattform und zu einem Zugewinn an neuen Kunden, die unsere Vision weitergeben."

Angels, Venture Capitals & Co.

Neben dem Crowdinvesting kann das externe Eigenkapital auch von spezifischen privaten Institutionen wie Venture Capital Fonds oder Inkubatoren, von Unternehmen oder von privaten Personen, sogenannten Business Angels, bereitgestellt werden. Letztgenannte verfolgen mit ihrem Investment nicht nur Renditeziele, sondern sind oft auch persönlich motiviert, beim Aufbau eines Start-up-Unternehmens mitzuwirken und daher ideale Ansprechpartner in frühen Phasen. Normalerweise liegt das Investitionsvolumen von Business Angels bei etwa 50.000 bis 250.000 Euro in der ersten Finanzierungsrunde.

In zwei Leitfäden – "Power of the Crowd" und "Angels, Venture Capital & Co." –, die kostenlos auf der WKO-Website heruntergeladen werden können, hat die Wirtschaftskammer alles Wissenswerte zu alternativen Finanzierungs- möglichkeiten zusammengefasst. Daneben gibt es für Gründer ergänzend einen Finanzierungsratgeber, mit einem Überblick zu allen Finanzierungsformen, sowie einen SV- und Steuer-Rechner.

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    foto: fotolia
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