Menschen flüchten in South Carolina vor Dammbrüchen

6. Oktober 2015, 10:47
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Containerschiff vermutlich gesunken – Suchmannschaften fanden Trümmer

Charleston – Schwere Überschwemmungen und Dammbrüche haben hunderte Menschen in Teilen des US-Staats South Carolina in die Flucht getrieben. Die Zahl der Todesopfer ist auf mindestens elf gestiegen. Vier Menschen seien bei wetterbedingten Verkehrsunfällen ums Leben gekommen, weitere sieben seien ertrunken, berichteten die Zeitungen "Charleston Post" und "Courier" am Dienstag unter Berufung auf die Behörden.

Retter gingen nahe Columbia laut einem Bericht der Lokalzeitung "The State" von Tür zu Tür und drängten Anrainer, ihre Häuser umgehend zu verlassen und höhere Lagen aufzusuchen. Für die 33 Crewmitglieder des vermissten Containerschiffs El Faro schwand unterdessen die Hoffnung auf Rettung. Einsatzkräfte fanden eine Leiche in einem Kälteschutzanzug im Suchgebiet nahe der Bahamas. "Bei Betrachtung aller Fakten gehen wir davon aus, dass das Schiff gesunken ist", sagte Mark Fedor von der US-Küstenwache am Montag. Die Suche nach möglichen Überlebenden gehe dennoch weiter.

Trümmer des Schiffs gefunden

Zunächst gab es keine Bestätigung, ob der Tote zur Besatzung zählte, obwohl ein zu dem Schiff passendes, teilweise gesunkenes Rettungsboot in der Nähe entdeckt wurde. Suchmannschaften und die Besatzungen anderer Schiffe hatten Trümmer gefunden, die auf die seit Donnerstag vermisste El Faro hinwiesen. Das unter US-Flagge fahrende Schiff geriet wohl in den Hurrikan Joaquin und sank. Das Suchgebiet entspricht mit 240.000 Quadratkilometern etwa der Größe Großbritanniens.

Obwohl der Regen in South Carolina nachließ, blieb die Lage vielerorts gefährlich. "Wir müssen auf der Hut bleiben", sagte Leroy Smith von South Carolinas Ministerium für öffentliche Sicherheit. Dort waren allein 30.000 Menschen ohne Stromversorgung, 1.300 Mitglieder der Nationalgarde waren im Einsatz. Insgesamt waren sieben Bundesstaaten betroffen. Neben South und North Carolina riefen Virginia und New Jersey vorsorglich Katastrophenalarm aus. (APA, 6.10.2015)

  • Hunderte Menschen fliehen vor den Fluten im US-Bundesstaat.
    foto: ap photo/mic smith

    Hunderte Menschen fliehen vor den Fluten im US-Bundesstaat.

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