US-Flugzeug nach Tod des Piloten notgelandet

6. Oktober 2015, 08:45
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Airbus A320 mit 147 Passagieren landete auf Flughafen von Syracuse

New York – Nach dem Tod eines der beiden Piloten hat eine Maschine der US-Fluggesellschaft American Airlines die Route ändern und notlanden müssen. Flug American 550 war in der Nacht auf Montag auf dem Weg von Phoenix (Arizona) zur Ostküstenmetropole Boston, als der Copilot Medienberichten zufolge plötzlich einen medizinischen Notfall meldete.

Der Kapitän sei "arbeitsunfähig", funkte er an den Kontrollturm in Syracuse im Staat New York, wie der Lokalsender WBZ-TV unter Berufung auf eine Abschrift des Funkspruchs berichtete. Der Airbus A320 mit 147 Passagieren und fünf Crewmitgliedern landete sicher auf dem Flughafen von Syracuse. Der Nachrichtenseite syracuse.com zufolge brachte eine Ersatzcrew die Reisenden nach Boston.

Keine unmittelbare Gefahr für Passagiere

"Das ist ein schrecklich trauriges Ereignis, und American Airlines konzentriert sich derzeit darauf, sich um die Familie des Piloten zu kümmern sowie um die American-Airlines-Besatzung und Passagiere an Bord des Fluges", teilte eine Sprecherin mit. American-Chef Doug Parker lobte die Besatzung: "Sie haben sich auf außergewöhnliche Weise um den Piloten, um einander und um unsere Kunden gekümmert", sagte er am Montag laut syracuse.com.

Die Todesursache wurde bisher nicht veröffentlicht. Der 57-jährige Kapitän war seit 1990 Pilot. Laut Experten bedeutet ein solcher Todesfall keine unmittelbare Gefahr für Passagiere. Verkehrsflugzeuge würden von Pilotenteams geflogen, um zu gewährleisten, dass ein zweiter Pilot das Flugzeug in einem Notfall steuern kann. "Das ist eine Tragödie, und seine Familie tut mir sehr leid", sagte der Luftfahrtexperte und Ex-Pilot John Cox der Zeitung "The Arizona Republic". "Aber war es eine Gefahr für die Passagiere? Nein." (APA, 6.10.2015)

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