Teilchenphysiker Manfred Krammer wird neuer Leiter der CERN-Physik

5. Oktober 2015, 11:12
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Stellvertretender Direktor des Instituts für Hochenergiephysik der ÖAW soll ab 2016 neue Aufgaben übernehmen

Genf – Manfred Krammer, stellvertretender Direktor des Instituts für Hochenergiephysik (HEPHY) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW), wird neuer Leiter des Departments für experimentelle Physik am CERN, dem Europäischen Labor für Teilchenphysik mit Sitz in Genf. Der gebürtige Wiener wurde als Teil des Führungsteams der designierten Generaldirektorin Fabiola Gianotti vorgestellt und soll ab Anfang 2016 rund 900 Mitarbeitern vorstehen.

Zudem soll Krammer die Zusammenarbeit der insgesamt rund 11.000 externen Physiker an den unterschiedlichen CERN-Projekten koordinieren. Die ÖAW zeigt sich über die Entscheidung hoch erfreut.

Neben dem Stefan-Meyer-Institut für subatomare Physik ist die Akademie speziell mit dem HEPHY an mehreren Projekten am CERN beteiligt. So ist das Institut beispielsweise Gründungsmitglied des CMS-Experiments am CERN, einem der beiden großen Detektoren, mit dem 2012 der Nachweis des Higgs-Bosons gelang.

Manfred Krammer, seit 1987 am Institut, blickt mit Zuversicht und Vorfreude auf die kommenden Aufgaben: "Die nächsten fünf Jahre am CERN sind extrem spannend und zugleich entscheidend für die weitere Entwicklung der Teilchenphysik. Soeben hat der Large Hadron Collider neue Energien erreicht, mit denen spektakuläre Entdeckungen möglich sind. Außerdem soll in den nächsten Jahren eine grundsätzliche Entscheidung über das zukünftige Beschleunigerprogramm am CERN fallen", so der Physiker. (red, 5.10.2015)

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