Systemrelevante Versicherer brauchen mehr Kapital

5. Oktober 2015, 08:05
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Kostspielige Rettungsaktionen sollen dadurch nicht mehr notwendig sein. In der Krise musste etwa AIG vom US-Staat aufgefangen werden

London – Die weltweit neun größten Versicherer müssen künftig mehr Kapital vorhalten. Die Vereinigung der wichtigsten Aufseher der Branche, IAIS, legte am Sonntag neue strengere Regeln fest, um kostspielige Rettungsaktionen durch die Steuerzahler zu vermeiden.

Die neuen Anforderungen bestünden aus zwei Teilen. Zu den als "global systemrelevant" identifizierten Versicherern gehört unter anderen die Allianz. Auf der Liste stehen auch American International Group (AIG), Metlife, Aviva, Axa, Generali und Ping An Insurance. Sie gelten als "Too big to fail" – zu groß, um sie im Krisenfall pleitegehen zu lassen.

Die 20 führenden Industrieländer (G20) müssen die Vorgaben für zusätzliche Kapitalpuffer im nächsten Monat noch absegnen. Von 2019 an soll es dann erstmals weltweite Eigenkapitalregeln für die internationalen Versicherungskonzerne geben. (APA, 5.10.2015)

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