"Heute habe ich wirklich die Schnauze voll"

4. Oktober 2015, 21:13
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Stimmen zu den Bundesliga-Spielen vom Wochenende

Rapid – RB Salzburg:

Zoran Barisic (Rapid-Trainer): "Das ist eine bittere Niederlage. Es war ein Spiel zweier toller Mannschaften, in dem es hin- und hergegangen ist. Trotzdem tut es mir leid für meine Mannschaft, wir hätten einen Punkt verdient. In der zweiten Hälfte ist nicht nur uns, sondern auch den Salzburgern wenig gelungen. Wir haben trotz der Strapazen der letzten Wochen eine gute Leistung geboten. Salzburg hat in der Anfangsphase irrsinnig viel Druck gemacht, danach konnten wir uns befreien, die Führung hat uns auch Selbstvertrauen gegeben. In dieser Phase hätten wir auch das 2:0 erzielen können, das ist uns leider nicht gelungen. Vor dem 1:1 war es natürlich ein Foul an Hofmann, wir hätten aber auch noch die Möglichkeit gehabt, den Konter mit einem taktischen Foul zu unterbinden. Das Glück war auf der Seite von Salzburg – beide Tore waren abgefälscht. Es ist jetzt in der Länderspielpause wichtig, dass wir wieder zu Kräften kommen und aus der jüngsten Vergangenheit die richtigen Schlüsse ziehen."

Peter Zeidler (Salzburg-Trainer): "Wir haben mit einer sehr guten Salzburger Viertelstunde begonnen, waren da spielbestimmend und hatten auch Chancen. Dann war aber das Gegentor, und wir waren wie gelähmt. Da hat man dann gesehen, welche Qualität Rapid hat. Man kann von Glück sprechen, dass das zweite Tor nicht gefallen ist. Durch ein herrlich herausgespieltes Tor haben wir den Ausgleich geschafft. In der zweiten Hälfte haben wir ein glückliches Tor zum 2:1 gemacht, dann haben wir gut verteidigt. Ich bin nicht der Meinung, dass der Sieg unverdient oder geklaut ist."

Steffen Hofmann (Rapid-Kapitän): "Salzburg hat die Räume gut eng gemacht. Wir haben wenig Luft zum Kombinieren gehabt. Wir haben oft aufs Fußballspielen vergessen. Trotzdem haben wir 1:0 geführt und hätten nicht verlieren dürfen. Beim 1:1 gibt es nichts zu diskutieren – das war ein klares Foul von Keita."

Christopher Dibon (Rapid-Verteidiger): "Wir hatten nach dem 1:0 gute Möglichkeiten, die haben wir leider nicht genützt. Das 1:2 war ein unnötiger Corner von Jan. Vor dem 1:1 war es ein klares Foul an Steffen. Heute habe ich wirklich die Schnauze voll."

Christian Schwegler (Salzburg-Siegestorschütze): "Mein Tor ist ein bisschen mit der Hilfe des Gegners entstanden. Es ist ein gutes Gefühl, hier zu gewinnen. Wir sind Rapid näher gerückt, das war unser Ziel. Der Sieg ist wichtig für den Kopf. Wir sind zwar nach wie vor hinter Rapid, aber wir haben gesehen, dass wir gegen sie bestehen können. Wir haben zuletzt Fortschritte gemacht."

Alexander Walke (Salzburg-Torhüter): "Wir sind alle sehr zufrieden. Wir haben die ersten 15 Minuten klar dominiert, sind dennoch in Rückstand geraten und haben die Partie noch gedreht. Bei unserem Defensivverhalten bei Standardsituationen müssen wir uns noch verbessern. Aber Rapid hat in der zweiten Hälfte kein einziges Mal aufs Tor geschossen, darauf kann man aufbauen."

Altach – Austria:

Damir Canadi (Altach-Trainer): "Die Austria war für mich nicht vorhanden. Wir hätten schon nach der Führung den Sack zumachen können, als wir eine Hundertprozentige vergeben haben. Über die Schiedsrichterentscheidung vor dem Ausgleich ärgere ich mich maßlos. In der zweiten Spielhälfte waren wir dann die klar bessere Mannschaft. Meiner Mannschaft kann ich keinen Vorwurf machen, sie hat alles richtig gemacht bis auf das Ergebnis."

Ismael Tajouri (Altach-Torschütze): "Eigentlich wollte ich den Ball nicht so schießen. Aber natürlich freue ich mich, gegen die Austria zu treffen."

Thorsten Fink (Austria-Trainer): "Jeder hat gesehen, dass wir dieses Spiel gewinnen wollten, auch wenn der Sieg letztlich auch etwas glücklich war. Altach hätte das 2:0 schießen können, wir hätten das Spiel aber auch früher entscheiden können. Es war ein gutes Spiel von beiden Mannschaften auf sehr hohem taktischem Niveau."

Robert Almer (Austria-Kapitän): "Der Ausgleich war ein wenig die Wende in dem Spiel. Es war eine Steigerung im Vergleich zur letzten Woche, auch was die Einstellung der Mannschaft betrifft."

Mattersburg – Admira:

Ivica Vastic (Mattersburg-Trainer): "Wir sind nicht wirklich ins Spiel gekommen. Nach dem ersten Corner haben wir einen Gegentreffer kassiert, danach waren wir gezwungen zu riskieren. Je länger das Spiel gedauert hat, desto weniger war bei den Spielern der Glaube an sich selbst da. Die Admira hat sehr gut verteidigt, war sehr gefährlich aus den Kontern und sehr effizient. Die Defensive der Admira war hart, aber korrekt. Wir werden das Spiel analysieren und unsere Lehren daraus ziehen."

Ernst Baumeister (Admira-Trainer): "Das Ergebnis geht in Ordnung, wir waren 90 Minuten die bessere Mannschaft. Wir haben die wichtigeren Spieler von Mattersburg rausgenommen, das ist voll aufgegangen. Heute ist überhaupt alles aufgegangen. Wir haben unsere Torchancen zu 80 Prozent genutzt."

Grödig – Sturm:

Peter Schöttel (Grödig-Trainer): "In der ersten Hälfte sind wir besser reingekommen, trotzdem war nicht viel los. In der zweiten Hälfte sind wir Gott sei Dank mit der ersten Aktion in Führung gegangen. Heute haben wir zum Glück als Mannschaft leidenschaftlich gefightet, und es freut mich sehr, dass wir nach langer Zeit endlich wieder einmal zu null gespielt haben. Wir haben nicht gewonnen, weil wir besser waren, sondern weil mein Team einfach eine leidenschaftliche Leistung gezeigt hat. Heute war der Tag von 'Suli', ihm ist alles aufgegangen."

Franco Foda (Sturm-Trainer): "Gratulation an Grödig zum Sieg. Die erste Hälfte war von uns katastrophal, ohne Tempo, ohne Durchschlagskraft, das war absolut zu wenig. Ballbesitz hatten wir nur in der neutralen Zone, je weiter wir nach vorne gekommen sind, desto weniger gefährlich waren wir. Wir haben viel zu wenige Torchancen kreiert. Ich habe meiner Mannschaft schon zur Pause gesagt: Wenn wir so weiterspielen, werden wir nicht gewinnen. Grödig hatte alle Möglichkeiten im Konter, hat diese genutzt und somit verdient gewonnen."

Benjamin Sulimani (Grödig-Doppeltorschütze): "Wir sind in der ersten Hälfte gut gestanden, ohne nach vorne gefährlich zu werden. Nach der Pause sind wir gleich mit der ersten Chance in Führung gegangen und haben dann nachlegen können. Wir sind verdient als Sieger vom Platz gegangen. Nach der Länderspielpause kommt die Austria, es wäre wichtig, da auch wieder einmal was mitzunehmen. Man versucht immer, sein Bestes zu geben, heute ist mir das sehr gut gelungen."

WAC – Ried:

Dietmar Kühbauer (WAC-Trainer): "Wir haben das beste Saisonspiel gemacht, hätten, 3:1 oder 4:1 gewinnen müssen. Schlimmer wäre es, wenn wir wie die ersten Menschen gespielt hätten. Es muss der Scheißball endlich in dieses Scheißtor."

Paul Gludovatz (Ried-Trainer): "Ich habe heute einen Rückschritt gesehen. Tatsache ist, dass wir personell auf dem letzten Zacken waren, das hat man gemerkt. Der WAC war chancenreicher, immer gefährlich. Dass wir trotzdem das 1:1 erreicht haben, ist der kämpferischen Leistung zuzuschreiben." (APA, 4.10.2015)

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