Eni-Tochter muss wegen Schmiergeldverdachts vor Gericht

2. Oktober 2015, 17:46
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Ex-CEO des Ölkonzerns Eni freigesprochen, aber Saipem muss sich vor Gericht verantworten

Rom – Eine Untersuchungsrichterin in Mailand hat am Freitag den Ölkonzern Eni und seinen ehemaligen CEO, Paolo Scaroni, vom Vorwurf freigesprochen, Funktionären in Algerien Schmiergelder gezahlt zu haben. Wegen desselben Vorwurfs wird sich allerdings die Eni-Tochter Saipem vor Gericht verantworten müssen, berichteten italienische Medien.

Scaroni, der bis 2014 Eni geführt hatte, war der internationalen Korruption beschuldigt worden. Beim Verfahren geht es um Schmiergeldzahlungen in Zusammenhang mit Aufträgen im Wert von 8 Mrd. Euro, die Saipem 2008 in Algerien erhalten hatte. Die Rechtsanwälte des börsennotierten Öldienstleisters Saipem zeigten sich zuversichtlich, dass sie die Unschuld der Gesellschaft beweisen werden können.

Der Ex-Verwaltungsratschef der algerischen Saipem-Tochter, Tullio Orsi, wurde zu zwei Jahren und zehn Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Bei ihm wurden 1,3 Mio. Schweizer Franken (1,19 Mio. Euro) beschlagnahmt. (APA, 2.10.2015)

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