Forscher: Action-Games sind die besseren Gehirntrainer

2. Oktober 2015, 14:41
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Erzielen mehr positive Effekte zur Verbesserung kognitiver Fähigkeiten

Wer in die App-Stores der verschiedenen Anbieter blickt, findet sie dort zu hunderten: Sogenannte "Gehirntrainer". Sie sollen dem Nutzer helfen, durch das regelmäßige Absolvieren verschiedener Logik-Aufgaben, die eigene Merkfähigkeit und Konzentrationsstärke zu verbessern.

Psychologie-Experten der University of Wisconsin-Madson und der University of California haben nun Untersuchungen über die Effektivität dieser Spiele auf den Prüfstand gestellt und sie mit Erkenntnissen zu anderen Genres verglichen. Und sind dabei zu einem interessanten Ergebnis gekommen, wie sich bei Eurekalert nachlesen lässt.

Action-Spiele schlagen Hirntrainer

Ihre Erkenntnis: Action-Spiele dürften sich am besten fürs "Gehirnjogging" eignen. Und zwar, weil sie den Spieler unter anderem dazu auffordern, schnelle, genaue Entscheidungen zu treffen, beispielsweise im Umgang mit sich schnell bewegenden Zielen in unübersichtlichen Umgebungen. Daher bringen sie von allen Games-Typen die meisten positiven Effekte mit. Gehirntrainer haben keinen vergleichbar guten Einfluss kognitive Fähigkeiten.

Die Forscher warnen allerdings vor vorschneller Verallgemeinerung. Aufgrund der teils stark unterschiedlichen Erfahrungen und Spielkonzepte lassen sich längst nicht alle Games sinnvoll miteinander vergleichen. Es sei wie bei Essen: Man könne nicht pauschal feststellen, welches Essen welche Effekte auf den Körper habe, da es letztlich auf seine Zusammensetzung ankommt.

Games sind gutes Lernwerkzeug

Gleichzeitig erinnern sie daran, dass Videospiele auch negative Effekte auslösen können. Diese lassen sich zwar keinen Genres zuordnen, jedoch zeigen Studien, dass es Zusammenhänge zwischen der mit Spielen verbrachten Zeit und der Aufmerksamkeit von Schülern im Unterricht gibt. Dazu können Games, abhängig von ihren jeweiligen Inhalten, sich auch positiv oder negativ auf das soziale Verhalten auswirken.

Generell attestieren sie dem Medium allerdings, ein gutes Werkzeug zum Lernen zu sein. "Videospiele beinhalten aufgrund ihrer Konzeption vor allem aktive Formen des Lernens und liefern unmittelbares, informatives Feedback auf Reaktionen des Spielers, was typischerweise effektiver ist als passives Lernen", so die Wissenschaftler abschließend. (gpi, 02.10.2015)

  • Action-Games sind für die Verbesserung kognitiver Fähigkeiten am besten geeignet.
    foto: tomb raider

    Action-Games sind für die Verbesserung kognitiver Fähigkeiten am besten geeignet.

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