Sektenszene in Österreich zersplittert

2. Oktober 2015, 10:20
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Bundesstelle für Sektenfragen thematisierte 248 unterschiedliche Gruppen

Wien – Die im Familienministerium angesiedelte Bundesstelle für Sektenfragen hat ihren Tätigkeitsbericht für das Vorjahr vorgelegt. Demnach gab es insgesamt 4.033 fachspezifische Kontakte (mit 1.020 Personen), wobei in 447 Fällen eine umfassendere Beratung bzw. Begleitung notwendig war. Auffällig ist, dass sich die Szene stärker zersplittert.

Freilich stehen nicht alle Anfragen mit individuellen Fällen in Verbindung. 519 kamen zwar von Privatpersonen, der Rest verteilte sich aber auf Mitarbeiter von Informationsstellen zu Weltanschauungsfragen (169), sowie Lehrpersonen, Schüler und Studenten.

Insgesamt 248 unterschiedliche Gruppierungen wurden 2014 bei der Bundesstelle thematisiert. Damit bestätigt sich der Trend der vergangenen Jahre, dass sich die Szene immer mehr in Organisationen, kleine Gemeinschaften und Einzelanbieter aufspaltet. Dies hat auch eine Vielzahl von Neugründungen zur Folge. Seit Beginn ihrer Tätigkeit hat die Bundesstelle übrigens Anfragen zu insgesamt mehr als 2.200 unterschiedlichen Gruppierungen dokumentiert. (APA, 2.10.2015)

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