Spindelegger kam nur knapp zum Generaldirektorsjob

1. Oktober 2015, 19:16
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Die österreichische Diplomatie soll sich vehement dafür eingesetzt haben, dass es mit dem neuen Job des Ex-Vizekanzlers klappt

Der ehemalige ÖVP-Chef und Vizekanzler Michael Spindelegger sattelt beruflich wieder um. Ab Jänner wird er als Generaldirektor das Internationale Zentrum für die Entwicklung von Migrationspolitik leiten.

Momentan ist Spindelegger noch Präsident der Agentur zur Reformierung der Ukraine. In seinem Abschlussbericht habe er der Organisation seine Reformvorschläge vorgestellt. Auf die neue Aufgabe als Generaldirektor des International Centre for Migration Policy Development freue er sich.

Bewerbung als Generaldirektor

Die Stelle wurde öffentlich ausgeschrieben, Spindelegger hatte sich beworben. Beim Hearing wurden neben ihm noch zwei weitere Kandidaten gehört und beispielsweise auf "politisches Leadership" hin beurteilt. Es folgte eine Abstimmung unter den 15 Mitgliedsstaaten des Zentrums. Mit einer einfachen Mehrheit fiel die Wahl auf Spindelegger. Manche sahen in einem anderen Bewerber ihren Wunschkandidaten.

Kandidaten neben Spindelegger

In Tobias Billström zum Beispiel, einem Mann mit einschlägigen Erfahrungen in Migrationspolitik – Billström war Minister für Asyl- und Migrationsfragen in Schweden. Ebenso Frisco Roscam Abbing, der Niederländer ist seit 2000 im Hauptverwaltungsrat der europäischen Kommission für Einwanderung und Asylpolitik.

Diplomatisches Geschick

Ausschlaggebend für den Abstimmungsausgang zugunsten Spindeleggers soll die Unterstützung der österreichischen Diplomatie gewesen sein. Kontakte zu Südost- und Mitteleuropa sollen maßgeblich geholfen haben. (Victoria Windtner, 1.10.2015)

  • Der ehemalige ÖVP-Chef und Vizekanzler Michael Spindelegger bekam Unterstützung der österreichischen Diplomatie.
    foto: apa / georg hochmuth

    Der ehemalige ÖVP-Chef und Vizekanzler Michael Spindelegger bekam Unterstützung der österreichischen Diplomatie.

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