Fernsehfonds: Neue Richtlinien treten in Kraft

1. Oktober 2015, 13:56
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Interessen von Produzenten und Rundfunkanstalten größtmöglich berücksichtigt

Wien – Mit 1. Oktober treten neue Förderrichtlinien des Fernsehfonds Austria in Kraft. Vorausgegangen ist dem eine eingehende Evaluierung, wobei laut Alfred Grinschgl, Geschäftsführer der RTR-GmbH für den Fachbereich Rundfunk, nun ein "Balanceakt" gelungen sei. "Es wurden sowohl die Interessen der Produzenten als auch der Rundfunkanstalten bestmöglich berücksichtigt mit dem Ziel, die österreichische Filmwirtschaft zu stärken."

Konkret bedeutet dies neue Lizenzzeiten für Fernsehveranstalter: Diese werden von sieben Jahren bei Filmen und zehn Jahren bei Serien auf fünf respektive sieben Jahre verkürzt, wenn "eher geringe Finanzierungsanteile" bei den Fernsehveranstaltern liegen. Bei entsprechend hoher Finanzierung (mind. 55 Prozent bei einem Veranstalter bzw. mind. 60 Prozent bei zwei oder mehreren Veranstaltern) bleiben die bisherigen Lizenzzeiten bestehen. Außerdem soll es mit den neuen Richtlinien zu einer Stärkung der Produzenten kommen, etwa was Online-Verwertungsrechte betrifft.

Das neue Regelwerk, das aufgrund des für heuer bereits ausgeschöpften Förderbudgets erstmals beim ersten Antragstermin 2016 zum Einsatz kommt, gilt bis 31. Dezember 2018. (APA, 1.10.2015)

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