Windows 10: Upgrade-Ansturm lässt stark nach

1. Oktober 2015, 13:21
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Neues Microsoft-Betriebssystem legte im September deutlich weniger Marktanteile zu

Für den IT-Riesen Microsoft verlief der Launch von Windows 10 nach Maß. Das Betriebssystem erfuhr viel positives Presse-Feedback und durch die Möglichkeit des kostenlosen Upgrades von Windows 7 und 8 zog die Verbreitung auch stark an. Über fünf Prozent Marktanteile eroberte das Betriebssystem laut Net Applications bis Ende August, deutlich mehr als noch sein direkter Vorgänger.

Wie die Messungen nun aber zeigen, hat der Run auf das System allerdings schon wieder stark nachgelassen. Die Zahlen für September liegen nun vor und weisen ein viel geringeres Wachstum auf.

Wachstum auf 1,4 Prozent zurückgegangen

Um 1,42 Prozent hat Windows 10 demnach im neunten Monat dieses Jahres zugelegt und steht nunmehr bei 6,63 Prozent. Damit hat es jetzt in etwa die Hälfte des kombinierten Marktanteils von Windows 8.0 und 8.1, die insgesamt circa 0,6 Prozent eingebüßt haben. Windows 7 ist mit 56,53 Prozent weiterhin Platzhirsch, verlor aber anteilsmäßig ebenfalls Nutzer (minus 1,14 Prozent). Das Upgradepotenzial für Windows 10 ist also noch sehr groß.

Hartnäckig hält sich auch noch Windows XP, das laut den Zahlen auf 12,21 Prozent aller erfassten Systeme läuft und erstaunlicherweise sogar minimal zulegen konnte. Mit 1,73 Prozent spiel Windows Vista schon länger keine relevante Rolle mehr. Andere Desktop-Systeme, vor allem OS X und verschiedene Linux-Distributionen erzielen insgesamt weniger als zehn Prozent.

Upgrade for Friends

Microsoft hat mittlerweile Maßnahmen ergriffen, mit denen die Verbreitung von Windows 10 angekurbelt werden soll. Das "Upgrade for Friends"-Programm belohnt User dafür, anderen bei der Aktualisierung auf die neueste Version zu helfen. Besonders ambitionierte Unterstützer haben bei den Gewinnspielen größere Chancen, Hauptpreise wie eine Reise zum Microsoft-Hauptquartier abzustauben.

Über die Gründe für die gesunkene Umstiegsfreudigkeit lässt sich derweil nur spekulieren. Eine Rolle könnten Datenschutzbedenken in Bezug auf Windows 10 gespielt haben. Auch gegen diese haben die Redmonder nun Initiative ergriffen. (gpi, 01.10.2015)

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