Italienische Gemeinde stellt Schild nach Österreich auf

30. September 2015, 14:51
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Bürgermeister sieht in Tafel zum Brenner "keine Provokation"

Treviso – Der Bürgermeister von Segusino, einer Gemeinde in der norditalienischen Provinz Treviso nahe Venedig, will ein Schild aufstellen, um Flüchtlingen den Weg nach Österreich zu weisen. Damit will er verhindern, dass die Flüchtlinge in seiner Gemeinde bleiben, erklärte er am Mittwoch laut der Nachrichtenagentur ANSA.

Damit sich keiner ins Zentrum verirrt

"Das ist keine Provokation. Ich habe die Genehmigung bei der Straßenverwaltung eingereicht. Ich will verhindern, dass die Flüchtlinge sich im Zentrum der Gemeinde verirren", sagte Bürgermeister Guido Lio. Von Segusino bis zum Brenner sind es 232 Kilometer. "Ich sehe in der Gegend viele komische Lkw und Autos. Offenkundig sind Schlepper bereits unter uns", sagte der Bürgermeister, ein früherer Anhänger der ausländerfeindlichen Partei Lega Nord.

Lio wehrt sich hartnäckig gegen das Innenministerium in Rom, das norditalienische Gemeinden zur Aufnahme von Migranten aufgerufen hat. Zuletzt hatte der Bürgermeister ein Treffen mit der Bevölkerung organisiert, um ihre Bereitschaft zur Flüchtlingsaufnahme zu sondieren. Die Einwohner hätten mit einem klaren "Nein" auf den Appell reagiert, sagte der Bürgermeister. (APA, 30.9.2015)

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