Mazda CX-5: Auffrischung für SUVler

4. Oktober 2015, 16:52
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Der Mazda CX-5 wurde fit gemacht für die zweite Halbzeit

Die zweite Lebenshälfte. Was bringt sie an Nachteilen mit sich, was an Vorzügen? Es fehlt ihr das Überraschungsmoment der Jugend, das Faszinosum der sich entfaltenden Blüte, ungehemmter Wagemut, Draufgängertum, die Unbeschwertheit, der Effekt, dass jeder sich danach umdreht. Der zweite Lebensabschnitt bringt dagegen: Reife, Weisheit, Abgeklärtheit, Gelassenheit, Souveränität und die Entspanntheit, nicht mehr überall ganz vorne dabei sein müssen.

Ähnlich verhält es sich mit Autos. Mit gefragten Typen, wie der CX-5 einer ist. Das Facelift markiert die Wende zur zweiten Hälfte des Lebenszyklus, und da hatten wir die Ehre, den CD150 mit Allrad und 6-Gang-Schaltung eingehenden Betrachtungen unterziehen zu dürfen.

Was echt auffällt? Vor allem die sich immer glaubwürdiger manifestierende Neujustierung der Markenphilosophie, orientiert an BMW. Ganz ohne Zweifel ist Mazda inzwischen jene Fernostmarke, die in Sachen Fahrdynamik und Agilität der bayerischen Premiummarke am nächsten kommt. Obwohl dies ein SUV ist, also ein Repräsentant der Hochbaufraktion, zirkelst du das Ding durch die Kurven, dass es eine Freude ist und du schier vergisst, dass es sich eben um einen SUV handelt.

Macht Spaß

Straffes, erstaunlich souverän ausgelegtes Fahrwerk, präzise Lenkung, knackige 6-Gang-Schaltung: Kompliment, Mazda, das macht Spaß. Und ja, für noch größere Spaßvögel: Die elektronische Antriebsschlupfregelung TCS lässt sich deaktivieren.

Dass daneben der praktische Aspekt, die Familien- und Alltagstauglichkeit, die Vielseitigkeit, nicht vernachlässigt wurde (Fächer, Ablagen, Becherhalter sonder Zahl, großer Kofferraum) sowie die durchaus großzügigen Platzverhältnisse für die Insassen, all das zeigt schon auf, warum der CX-5 seit seinem Erscheinen 2011 in Europa in seinem Segment immer weit vorne mit dabei war/ist.

Am Design war nicht viel nachzujustieren beim Facelift, den gewohnten markentypisch dynamischen Schnitt trägt er jetzt bis zum Modellwechsel. Innen wirken die Materialien noch einen Tick höherwertig, geschmackvoll abgemischt Leder, Textil und Kunststoffe, und was seit 2011 an wirklich wichtigen elektronischen Helferlein hinzugekommen ist, hat ebenfalls Einzug gehalten in Mazdas Vorzeige-SUV.

In Richtung BMW

AWD heißt Allrad, hilfreich in der nassen, kalten Jahreszeit und in alpinem Umfeld – da in der 35-Grad-Testphase kein Tröpferl vom Himmel fiel, war uns wichtiger, wie wacker die Klimaanlage werkt. Hitzetest ohne jeden Hauch von Kritik bestanden.

150 PS leistet der Diesel, eine erfreuliche Erscheinung unter den Selbstzündern. Auch das geht in Richtung BMW, bei Spurtfreude, Temperament und beim Realverbrauch. 6,8 l / 100 km ergaben sich laut Bordcomputer, ein tadelloser, fast vorbildlicher Wert angesichts, wie gesagt, Außentemperaturen und auch Testprofil.

Interessanterweise hat Mazda es geschafft, mit dem CX-5 eine Rolle in Europa zu erringen, die einst über viele Jahre der Toyota RAV4 innehatte: die des begehrenswertesten SUVs seiner Größe aus Japan. Mit dem kleineren Bruder CX-3 setzt Mazda noch eins drauf. CX-5: lässiges Auto für fahraktive SUVler. (Andreas Stockinger, 4.10.2015)

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Mazda

Hinweis im Sinne der redaktionellen Leitlinien: Die Teilnahme an internationalen Fahrzeug- und Technikpräsentationen erfolgt großteils auf Basis von Einladungen seitens der Automobilimporteure oder Hersteller. Diese stellen auch die hier zur Besprechung kommenden Testfahrzeuge zur Verfügung.

  • So undramatisch wie möglich, ...
    foto: stockinger

    So undramatisch wie möglich, ...

  • ... so emotional wie nötig - lautet Mazdas Designcredo.
    foto: stockinger

    ... so emotional wie nötig - lautet Mazdas Designcredo.

  • Und innen möge alles schön aufgeräumt sein.
    foto: stockinger

    Und innen möge alles schön aufgeräumt sein.

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