Pompeji-Opfer computertomografisch untersucht

Ansichtssache30. September 2015, 14:15
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Italienische Forscher wollen mehr über das einstige Alltagsleben in der verschütteten Stadt erfahren

Neapel – An die 10.000 Einwohner dürfte das römische Pompeji gehabt haben, als es im Spätsommer oder Herbst des Jahres 79 unserer Zeitrechnung zerstört wurde. Ein Teil der Einwohner hatte die Stadt in den Tagen vor dem Ausbruch des Vesuvs verlassen, als sich der Vulkan zu regen begann. Viele jedoch waren geblieben – die, die nicht erstickten oder von ausgeschleudertem Gestein erschlagen wurden, starben, als sie vom pyroklastischen Strom aus dem Vulkan verschüttet wurden.

Die Toten hinterließen in der sich verfestigenden Asche Hohlräume, in denen ihre Knochen erhalten blieben, während sich der Rest ihrer Körper zersetzte. Diese Hohlräume werden inzwischen routinemäßig mit Gips ausgefüllt, um Abdrücke der Toten zu gewinnen – die Gebeine werden dabei nicht beschädigt. Ein interdisziplinäres Team von Archäologen, Anthropologen, Ingenieuren, Radiologen und Zahnärzten hat nun damit begonnen, solche Abdrücke von Menschen – sowie von deren Haustieren – mittels Computertomografie zu analysieren. Aus der Untersuchung der Körper erhofft man sich neue Aufschlüsse über den einstigen Status der Toten und damit über die Lebensgewohnheiten und das soziale Gefüge in der untergegangenen Stadt. (red, 30.9.2015)

foto: apa/epa/cesare abbate
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foto: apa/epa/pompeii archeological superintendent
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