Mehr Anfragen wegen Diskriminierung in der Steiermark

30. September 2015, 16:05
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Meiste Fälle betreffen ethnische Diskriminierung, gefolgt von religiöser

Graz – Die Zahl jener, die sich im Alltag, an ihrer Arbeitsstelle, im Wohnumfeld oder bei Behörden diskriminiert fühlen, steigt in der Steiermark leicht, aber merklich. Die Zahl der Anfragen an die vom Land Steiermark und der Stadt Graz eingerichtete Antidiskriminierungsstelle Steiermark ist im Vorjahr von 565 auf 609 gestiegen. Ein durchaus signifikantes Detail: Die Altersdiskriminierung demnach nimmt zu. Betroffen sind sowohl junge als auch ältere Menschen, die sich wegen ihres Alters diskriminiert fühlen. Im Vergleich zum Jahr 2013 stieg hier der Anteil um 42 Prozent von 28 auf 40 Anfragen.

Der größte Teil der geäußerten Diskriminierungen – rund 40 Prozent – betraf wie schon in den Jahren zuvor ethnische Diskriminierung, gefolgt von religiöser Diskriminierung, die von zehn Prozent der Ratsuchenden geäußert wurde.

"Unsere Aufgabe ist es, jene Menschen durch eine rechtliche Beratung und Prozessbegleitung zu unterstützen, die sich mit einer Diskriminierungsanfrage an uns wenden", sagt Daniela Grabovac, Leiterin der Antidiskriminierungsstelle. Zweiter wichtiger Teil der Arbeit sei die Prävention. "Wir wollen sichtbare Zeichen setzen gegen Diskriminierung." Die Facebook-Seite "Zeig dein Gesicht gegen Diskriminierung" zählt mittlerweile mehr als 7.600 Fans. (mue, 30.9.2015)

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