"Terroranschlag in Singapur": Kritik an Fake-Alarm von "Call of Duty"-Hersteller

30. September 2015, 11:49
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User: Jüngste Werbekampagne sei zu weit gegangen

Um seinen kommenden Militär-Shooter "Call of Duty: Black Ops 3" zu bewerben, veröffentlichte Hersteller Activision vergangenen Dienstag eine Reihe von Tweets, die einen vermeintlichen Terroranschlag in Singapur meldeten.

Zunächst hieß es, es habe ein Explosion in der (fiktiven) Coalescence Corporation gegeben, danach folgten Berichte über Panikprävention seitens der Regierung und die Erlassung des Kriegsrechts. Danach sei es zu Aufständen, Übergriffen und Militäreinsätzen gekommen. Und schlussendlich wurde die Nachricht verschickt, dass dies ein Ausblick auf die Zukunft in "Black Ops 3" gewesen sei.

Die Aktion, deren Auflösung erst nach zwei Stunden erfolgte, brachte Activision einiges an Kritik ein. So wurde der "Call of Duty"-Twitter-Account vorübergehend in Current Events Agg. umbenannt, um den Meldungen den Anschein realer Nachrichten zu verleihen. Einige User zeigten sich empört, die Werbekampagne gehe zu weit.

"'CoDs' jüngste Social-Media-Kampagne ist gefährlich und wird Panik erzeugen. Welcher Idiot dacht, dies sei eine gute Idee?", schreibt etwa LavenderTownMarowak. "Diese Art der Werbung ist tatsächlich irgendwie krank. Ich kenne Leute, die in Singapur leben", meint Daniel Geaslen. Eine Stellungnahme bezüglich der Vorwürfe gab es seitens Activisions bislang noch nicht. (zw, 30.9.2015)

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    foto: call of duty / twitter
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