Babyfon-Test: Herkömmliches besser als technischer Schnickschnack

30. September 2015, 11:30
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Funk-Geräte zuverlässig – Webcams und Apps noch nicht ausgereift – Knackpunkt Akku-Laufzeit

Eltern, die den Schlaf ihres Kindes mittels Babyfon überwachen wollen, sollten lieber auf Altbewährtes setzen als auf technischen Schnickschnack: Klassische Funk-Geräte zeigten sich in einem Test der Stiftung Warentest als zuverlässig, wie die Arbeiterkammer OÖ am Mittwoch unter Hinweis auf die Zeitschrift "Konsument" berichtete. Apps oder Webcams seien hingegen noch nicht wirklich ausgereift.

15 Geräte mit und ohne Video wurden unter die Lupe genommen. Vorweg die gute Nachricht für besorgte Eltern: In Sachen Elektrosmog erwiesen sich bei einer Überprüfung aus einem Meter Entfernung alle als unbedenklich. Dabei war es egal, ob es sich um reine Audiogeräte oder solche mit Webcam handelte.

DECT-Technik

Am sichersten schlummert das Baby laut Testergebnis bei Geräten mit DECT-Technik (Digital Enhanced Cordless Telecommunications). Diese sind am wenigsten anfällig für Überlagerungen und Störungsgeräusche, etwa wenn mehrere Babyfone in der Umgebung im Einsatz sind. Allerdings funktioniert dieser Standard nur bei Audio-Modellen, nicht bei solchen mit Kamera.

Bei Webcams dürfe sich der Nutzer von der Qualität insgesamt nicht allzu viel erwarten, heißt es in dem Test, zudem seien die Batterie-Laufzeiten kürzer als jene von reinen Audio-Geräten. Die Stärke der Akkus ist generell ein Knackpunkt, auf den man beim Kauf eines Babyfons achten sollte: Während das ausdauerndste Gerät 70 Stunden durchhielt, war beim schwächsten nach knapp sechs Stunden Schluss.

Maue Apps

(Noch) nicht empfehlenswert sind laut dem Test Babyfon-Apps für Smartphones oder Tablets: Sie seien anfällig für Störungen und Ausfälle, unzuverlässig und umständlich in der Einrichtung. Die bessere Alternative wäre, sofern im Haus noch ein Festnetzanschluss vorhanden ist, ein Schnurlos-Telefon mit Babyfon-Funktion. (APA, 30.9. 2015)

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