Deutsche Ministerin von der Leyen wehrt sich gegen Plagiatsvorwürfe

29. September 2015, 16:48
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Die Verteidigungsministerin soll in ihrer Dissertation gegen Zitierregeln verstoßen haben, sie weist den Vorwurf zurück

Berlin – Auch die deutsche Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) ist unter Plagiatsverdacht geraten. Sie soll Teile ihrer 1990 erstellten Doktorarbeit über Diagnosen von Krankheiten vor der Geburt abgeschrieben haben. Das behauptet die Internetplattform "Vroniplag".

Man habe "37 Textpassagen festgestellt, die gegen wissenschaftlich anerkannte und auch in der damals maßgeblichen Promotionsordnung geregelte Zitierregeln verstoßen", sagt Gerhard Dannemann von der Humboldt-Universität Berlin.

Von der Leyen: Kann Vorwurf zurückweisen

"Den Vorwurf des Plagiats kann ich zurückweisen", reagiert von der Leyen auf die Vorwürfe. Sie habe Ende August von der Überprüfung durch "Vroniplag" erfahren und daraufhin selbst die Medizinische Hochschule in Hannover, wo sie promoviert hat, um eine Überprüfung der Dissertation gebeten.

Enthüllungen der Plattform haben bereits zwei deutsche Regierungsmitglieder den Job gekostet: den ehemaligen Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) und Ex-Bildungsministerin Annette Schavan (CDU). Guttenberg hatte Jus studiert, Schavan Erziehungswissenschaften. (bau, 29.9.2015)

  • Ursula von der Leyen (CDU) ist promovierte Ärztin.
    foto: reuters / axel schmidt

    Ursula von der Leyen (CDU) ist promovierte Ärztin.

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