Das beste Stück ... nachgefragt bei Albertina-Direktor Klaus Albrecht Schröder

Kolumne5. Oktober 2015, 08:14
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Michael Hausenblas fragt Klaus Albrecht Schröder, warum er auf Briefbeschwerer steht

"Ich hege ein großes Faible für Briefbeschwerer. Ich sammle allerdings keine spezielle Gattung wie Oscar Wilde oder Truman Capote, sondern ganz verschiedene. Auf meinem Schreibtisch steht einer von Tiffany, einer von Lalique, ein chinesisches Stück aus Speckstein in Form einer realistischen Kröte, ein kleiner Beschwerer aus Eisen von Richard Serra. Insgesamt werden es um die 20 Stück sein.

Auf dem Foto ist ein Exemplar von L. H. Selman aus der Michigan Avenue in Chicago zu sehen, wo einer der zwei bedeutendsten Händler von Paperweights seine Kunsthandlung hat. Den anderen findet man im englischen Gloucester. Das Stück, das mir meine Frau vor vier Jahren geschenkt hat, ist ein Unikat vom schottischen Künstler Peter McDougall aus Millefioriglas. Natürlich werden meine Briefbeschwerer benützt. Man findet sie auf Briefen, Rechnungen oder Feuilleton-Teilen, die noch durchzuarbeiten sind. Außerdem wäre so ein Briefbeschwerer im Falle eines Einbruchs die perfekte Waffe." (Michael Hausenblas, Rondo, 2.10.2015)

Klaus Albrecht Schröder ist seit dem Jahr 2000 Direktor der Albertina in Wien.

  • Klaus Albrecht Schröder: "So ein Briefbeschwerer wäre im Falle eines Einbruchs die perfekte Waffe."
    foto: nathan murrell

    Klaus Albrecht Schröder: "So ein Briefbeschwerer wäre im Falle eines Einbruchs die perfekte Waffe."

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