Aktie fängt sich nach Absturz auf Vierjahrestief

29. September 2015, 14:31
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Kursausschläge werden geringer, VW-Vorzugsaktie verlor bis Mittag 1,3 Prozent

Wolfsburg – Am siebenten Handelstag nach Bekanntwerden des Manipulationsskandals bei Volkswagen scheinen sich die Anleger langsam etwas zu beruhigen. Die Kursausschläge fielen zuletzt deutlich geringer aus als an den Vortagen. Von Erholung kann aber noch keine Rede sein: Gegen Mittag lag die im deutschen Leitindex DAX vertretene Vorzugsaktie 1,30 Prozent im Minus bei 98,01 Euro.

Weitere negative Analystenstimmen und der Rauswurf aus den prestigeträchtigen Dow-Jones-Nachhaltigkeitsindizes hatten die Vorzugsaktie in der Früh noch auf 94,36 Euro gedrückt – das war das tiefste Niveau seit vier Jahren.

Vor dem Hochkochen der Affäre war das VW-Papier 162,40 Euro wert, was einen Einbruch von 40 Prozent zum aktuellen Niveau bedeutet. Bis jetzt sind 28 Mrd. Euro an Börsenwert bei VW verpufft – soviel ist die Deutsche Post insgesamt an der Börse wert. Der VW-Konzern selbst brachte zuletzt noch gut 49 Mrd. Euro auf die Waage.

Analyst Stefan Burgstaller von der US-Investmentbank Goldman Sachs sieht die VW-Aktie ganz im Zeichen enormer Unsicherheit – nicht nur hinsichtlich der Rückrufkosten und möglichen Strafzahlungen, sondern auch einer skeptischeren Sicht auf Diesel-Pkw in der Zukunft. Nach Einschätzung des Goldman-Experten kalkuliert der Aktienmarkt eine Sonderbelastung bei der VW-Aktie von 11,3 Mrd. Euro ein. (APA, 29.9.2015)

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