Quelle will Lebensmittelversand auf die Sprünge helfen

29. September 2015, 12:12
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Unimarkt-Lebensmittelversand und Quelle bewerben einander online. Der Bereich steckt noch in den Kinderschuhen

Wien/Salzburg – Die Versandhandelsgruppe Unito (Quelle, Universal, Otto usw.) treibt die Digitalisierung des Handels weiter voran. Die Online-Umsätze wachsen um 10,5 Prozent, der Onlineanteil über alle Marken hinweg liegt mittlerweile bei knapp 90 Prozent.

Pro Jahr geben die Österreicher mehr als sieben Milliarden Euro online aus. Unito hat im ersten Geschäftshalbjahr (März bis August) 160,4 Millionen Euro umgesetzt, ein Plus von etwa sechs Prozent gegenüber 2014. Zugpferd ist der Absatz via mobile Geräte wie Smartphones oder Tablets. Die Zuwachs über mobile Endgeräte (Smartphones und Tabletts) stiegt im ersten Quartal um 54,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, das Smartphone entwickelt sich dabei zum Zugpferd mit den größten Zuwachsraten, das Plus lag bei 88,3 Prozent. Bei Unito rechnet man damit, in zwei Jahren etwa 80 Prozent der Umsätze über diese Wege zu erzielen.

Lebensmittelversand

Gemeinsam mit dem Händler Pfeiffer (Unimarkt, Zielpunkt usw.) geht Unito neue Wege in Sachen Werbung für den Lebensmittelversand. Künftig wirbt man gegenseitig für den Onlineversand der jeweiligen Produkte. Quelle, Universal & Co. werden die Hauszustellung von Lebensmitteln über Unimarkt bewerben, während Unimarkt das Sortiment des Versandhändlers promoten wird.

"Unimarkt und Unito sehen die Kooperation durchaus als Phalanx gegen internationale Player, die starke Ambitionen im Bereich E-Commerce haben", sagte Markus Böhm, Holding-Geschäftsführer der Pfeiffer Handelsgruppe, am Dienstag laut Aussendung. Unito-Chef Harald Gutschi sieht die derzeit noch in den Kinderschuhen steckende Lebensmittel-Hauszustellung als Wachstumsfeld, das er seinen Kunden "schmackhaft machen" will. Pfeiffer forciert den Onlinebereich stark und will flächendeckend zustellen sowie Abholstationen zur Selbstabholung aufstellen. (rebu, 29.9.2015)

  • Der Gang in den Supermarkt ist derzeit für die meisten Konsumenten noch unerlässlich.
    foto: ap/stratenschulte

    Der Gang in den Supermarkt ist derzeit für die meisten Konsumenten noch unerlässlich.

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