Schweiz ermittelt gegen Deutsche Bank

28. September 2015, 08:37
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Sieben Banken sind im Visier, darunter die Deutsche Bank, HSBC und Morgan Stanley, es soll um Preisabsprachen gehen

Bern – Wegen möglicher Preisabsprachen beim Handel mit Edelmetallen wie Gold und Silber hat die Schweizer Wettbewerbsbehörde Ermittlungen gegen sieben internationale Großbanken gestartet, unter ihnen die Deutsche Bank.

Die Wettbewerbskommission verfüge über Anhaltspunkte, dass unter den Banken möglicherweise unzulässige Preisabsprachen im Handel mit Edelmetallen getroffen worden seien, teilte sie am Montag in Bern mit. Es geht demnach um den Handel an der Börse mit Gold, Silber, Platin und Palladium.

Die anderen Banken im Visier der Schweizer Behörde sind die einheimischen Institute UBS und Julius Bär, die britischen Banken HSBC und Barclays, zudem Morgan Stanley aus den USA und Mitsui aus Japan. Auch in den USA laufen seit Beginn des Jahres Ermittlungen gegen mehrere Großbanken wegen möglicher Preisabsprachen beim Edelmetallhandel.

Medienberichten vom Februar zufolge sind dort zehn Großbanken betroffen. Ihnen wird demnach vorgeworfen, über Jahre in Telefonkonferenzen Referenzpreise für Edelmetalle festgelegt zu haben. Sie sollen beispielsweise vertrauliche Daten über Kauf- und Verkaufsaufträge ihrer Kunden ausgetauscht haben. (APA, 28.9.2015)

  • Schweizer Ermittler knöpfen sich unter anderem die Deutsche Bank vor.
    foto: apa/epa/arne dedert

    Schweizer Ermittler knöpfen sich unter anderem die Deutsche Bank vor.

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