FPÖ erzielt die meisten ihrer Zugewinne in Oberösterreich von der ÖVP

28. September 2015, 08:34
674 Postings

Die ÖVP verlor mit 84.000 Stimmen am stärksten an die FPÖ, von der SPÖ wechselten 24.000 Wähler zu den Freiheitlichen

Die Sora-Wählerstromanalyse im Auftrag des ORF zeigt die Wählerwanderungen in Oberösterreich ausgehend von der Landtagswahl 2009.

Die ÖVP konnte rund sieben von zehn (69 Prozent) ihrer Wähler von 2009 wieder überzeugen. Mit 84.000 Stimmen erlitt sie den größten Verlust an die FPÖ, das ist in absoluten Zahlen auch der größte Wählerstrom bei dieser Wahl. Weitere jeweils 8.000 Stimmen gingen an Grüne und Neos verloren, 3.000 an die SPÖ und 2.000 an die Sonstigen. 19.000 ÖVP-Wähler von 2009 gingen diesmal nicht zur Wahl.

Zahlenwerte jeweils in Tausend (84 = 84.000).

Zugewinne konnte die ÖVP mit 13.000 Stimmen von der FPÖ erzielen. 7.000 Stimmen kamen von der SPÖ, 6.000 von den Grünen, und 3.000 sind ehemalige BZÖ-Stimmen. Darüber hinaus haben sich 9.000 ehemalige Nichtwähler diesmal für die ÖVP entschieden.

Die SPÖ konnte rund zwei Drittel (65 Prozent) ihrer Wähler von 2009 mobilisieren. Sie verlor mit 24.000 Stimmen am stärksten an die FPÖ, gefolgt von 22.000 Stimmen, die an die Nichtwähler verlorengingen. 15.000 ehemalige SPÖ-Wähler entschieden sich diesmal für die Grünen, 7.000 für die ÖVP, 4.000 für die Neos und 2.000 für die sonstigen Parteien.

Nennenswerte Zugewinne erzielt die SPÖ mit 7.000 Stimmen von ehemaligen Nichtwählern und mit 6.000 von der FPÖ. Je 3.000 Stimmen kamen von ÖVP und Grünen.

Die FPÖ mobilisierte diesmal mehr als acht von zehn (83 Prozent) Wählern von 2009 erneut. Den stärksten Zugewinn erzielte sie mit 84.000 Stimmen von der ÖVP, 24.000 Stimmen kamen von der SPÖ, 28.000 von Nichtwählern der Landtagswahl 2009 und weitere 17.000 vom BZÖ.

Nennenswerte Verluste erlitt die FPÖ nur an die ÖVP (13.000 Stimmen) und die SPÖ (6.000 Stimmen).

Die Grünen konnten rund sieben von zehn Wählern von 2009 (69 Prozent) erneut überzeugen. Sie gewannen 15.000 Stimmen von der SPÖ, 8.000 von der ÖVP und 7.000 von ehemaligen Nichtwählern von 2009 hinzu. Je 2.000 weitere Stimmen kamen vom BZÖ und den Sonstigen der Wahl 2009.

Verluste erlitten die Grünen mit 9.000 Stimmen an die Neos und mit 6.000 an die ÖVP. Weitere 4.000 Stimmen gingen an die Nichtwähler verloren, 3.000 an die SPÖ.

Die Neos verpassten den Einzug in den Landtag. Ihre Wählerschaft setzt sich wie folgt zusammen: 9.000 Neos-Wähler haben bei der Landtagswahl 2009 die Grünen gewählt, 8.000 die ÖVP, 4.000 die SPÖ und je 1.000 FPÖ, BZÖ oder andere. 6.000 Neos-Wähler waren 2009 nicht zur Wahl gegangen.

Die Christliche Partei Österreichs (CPÖ) und die Kommunistische Partei Österreichs (KPÖ) werden in der Wählerstromanalyse unter Sonstige zusammengefasst. Sie erhielten je 2.000 Stimmen von ÖVP, SPÖ und den Sonstigen von 2009. Weitere 3.000 Stimmen kamen von ehemaligen Nichtwählern. (red, 27.9.2015)

Link

Sora

Share if you care.