"Spielerisch haben wir noch Luft nach oben."

27. September 2015, 19:15
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Admira – Sturm

Ernst Baumeister (Admira-Cheftrainer): "Mit der ersten Hälfte bin ich überhaupt nicht zufrieden. Wir haben zu viele Bälle verloren. Wenn Schicker die Chance gleich zu Beginn nützt, wird das womöglich ein anderes Spiel. Das war aber auch unsere einzige große Möglichkeit im Match. Obwohl wir die Partie unter Kontrolle hatten, haben wir dann das 0:1 kassiert. Wir haben uns bis zuletzt bemüht, aber wir sind nicht in die gefährliche Zone gekommen."

Franco Foda (Sturm-Trainer): "Wir sind sehr froh über den Sieg gegen eine starke Mannschaft, die aufgrund der zweiten Hälfte nicht unverdient war. Wir müssen weiterhin am Spiel nach vorne arbeiten. Wir waren auch heute wieder sehr oft in der letzten Zone am Flügel durch, oft kommt dann aber der finale Pass nicht. Auch die Besetzung in der Box muss noch besser werden. Kämpferisch war es gut, die Mannschaft hat eine gute Einstellung an den Tag gelegt, aber spielerisch haben wir sicherlich noch Luft nach oben."

Salzburg – Mattersburg:

Peter Zeidler (Salzburg-Trainer): "Was die Spielfreude heute angeht, waren wir sehr gut dabei. Wir haben uns aber auch zwei Mal schlecht verhalten, etwa die Freistoßflanke nicht verhindern können. Wir haben uns für die zweite Halbzeit vorgenommen weiter ruhig zu spielen, nicht in Panik zu geraten. Die heutige Leistung stimmt mich sehr zuversichtlich für die nächsten Spiele."

Ivica Vastic (Mattersburg-Trainer): "Wenn ich die Statistik (35:5-Torschüsse, Anm.) sehe, kann ich nicht zufrieden sein. Es war ein verdienter Sieg von Red Bull. Bei 2:2 hatten wir gute Kontermöglichkeiten, haben die aber nicht gut zu Ende gespielt. Wir haben viel zu viele Schüsse zugelassen. Es war das Spiel mit der schwächsten Passquote meiner Mannschaft."

Ried – Rapid:

Paul Gludovatz (Ried-Trainer): "Meine Spieler haben eine geile Berufsauffassung, weil sie ohne große personelle Alternativen nach dem Mittwoch (Anm.: Cup-Aufstieg im Elferschießen gegen den WAC) noch einmal so ein Spiel über 90 Minuten gezeigt haben. Wir sind glücklich über die ersten 30 Minuten gekommen, aber wenn man in der zweiten Hälfte zwei solche Möglichkeiten hat, hofft man natürlich schon auf einen Punkt. Bei 'Old School' hätten wir beim Tor aus dem Corner beide Ecken besetzt, bei 'New School' steht auch international niemand am Eck, und genau das hat uns heute gefehlt. Eine gewisse Basis ist da, aber wir sind noch nicht so weit, wie wir sein sollten."

Zoran Barisic (Rapid-Trainer): "Wir sind sehr glücklich, dass wir mit drei Punkten nach Hause fahren. Wir sind gut gestartet und haben das Spiel dominiert. Ried hat gut verteidigt, es war sehr schwer, Lücken zu finden. Wir haben oft nicht die einfache Lösung gefunden, sondern zu kompliziert gespielt. Das Auftreten war okay, das Glück war heute auf unserer Seite. Es freut mich sehr für Jelic, dass er das Tor gemacht hat. Er ist noch in der Integrationsphase und muss noch brav dreimal in der Woche zum Deutsch-Kurs, die Mannschaft muss ihm weiterhin helfen. Es hätte heute auch anders kommen können, so wie gegen Altach (Anm.: 0:2). Wir müssen in Ballbesitz und im letzten Drittel effizienter werden."

Patrick Möschl (Ried-Spieler): "Wenn ich kurz vor Schluss das Tor mache, gehen wir wahrscheinlich mit drei Punkten nach Hause. Aber wir haben gegen starke Rapidler dagegengehalten, darauf kann man aufbauen."

Austria – WAC:

Thorsten Fink (Trainer Austria): "Ich denke, dass wir die bessere Mannschaft waren, aber nicht gut gespielt haben. Das wissen wir auch. Ich bin mit den drei Punkten zufrieden, die nimmt uns jetzt keiner mehr. Wir wissen, dass Standardsituationen eine Stärke meiner Mannschaft sind. Ich war am Anfang der Saison nicht euphorisch wie andere, jetzt sehe ich das Ganze nicht so negativ wie andere."

Robert Almer (Kapitän Austria): "Wir haben heute schlecht gespielt. Wir müssen weiter hart an uns arbeiten. Immerhin haben wir die drei Punkte geholt."

Dietmar Kühbauer (Trainer WAC): "Wenn man hier spielt, ist die Austria immer Favorit. Wenn man dann ein Spiel verliert, dass man nie verlieren darf, ist das bitter. Wir waren die bessere Mannschaft über das gesamte Spiel. Wir hätten schon in der ersten Hälfte zwei Tore schießen müssen. Das ist ein Problem, das wir schon länger haben. Jetzt stehen wir wieder mit leeren Händen da. In der zweiten Hälfte gab es zu viele Pfiffe, die nicht zu geben waren. Dazu ein klares Hands von Windbichler."

Altach – Grödig:

Damir Canadi (Altach-Trainer): "Die erste Hälfte war ein Spiel auf Augenhöhe. Man hat gesehen, dass beide Mannschaften gewinnen wollten. Wir haben es heute geschafft, endlich einmal wieder sechs bis acht Möglichkeiten herauszuspielen. Der Sieg war am Ende verdient. Stolz macht mich auch, dass wir ohne Gegentor geblieben sind."

Peter Schöttel (Grödig-Trainer): "Die Altacher sind mit der ersten Möglichkeit in Führung gegangen. Danach konnten sie spielen, was sie am liebsten tun – auf Konter lauern. Da haben sie gezeigt, wie es gehen kann, wenn man in Führung liegt und hinten dennoch nichts zulässt. Wenn wir für die Zukunft daraus etwas lernen, dann hat diese Niederlage auch etwas Positives." (APA, 26.9.2015)

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