Ratingagentur: Stabile Staatsverschuldung trotz Steuerreform

26. September 2015, 14:51
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Standard & Poor´s zweifelt an Gegenfinanzierung, erwartet für 2016 aber eine wirtschaftliche Belebung

Wien – Die US-Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) hat ihre Einstufung der Republik Österreich mit "AA+" bestätigt. Das Bewertungsunternehmen erwartet, dass die Staatsverschuldung in den kommenden zwei Jahren im Großen und Ganzen unverändert bleibt. Man glaubt daran, dass die Regierung am Ziel eines strukturellen Nulldefizits festhält, obwohl die Steuerreform den Konsolidierungspfad erschweren werde und die versprochene Gegenfinanzierung angezweifelt wird.

Eine für 2016 erwartete konjunkturelle Belebung soll laut S&P helfen, die öffentlichen Finanzen zu stabilisieren und wegfallende Einnahmen durch die Steuerreform zu kompensieren. Die Bewertung profitiere außerdem von einem starken Außenhandel und einer der niedrigsten Arbeitslosenraten in der EU. Der Vergleichsplan mit dem Freistaat Bayern wegen der früheren Hypo Alpe Adria und deren Ex-Mutter BayernLB wird von S&P positiv gesehen, da Eventualverbindungen Wiens begrenzt würden. (red, APA, 26.9.2015)

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