Papst beschließt USA-Besuch mit Teilnahme an Weltfamilientag

26. September 2015, 13:39
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Zehntausende bei Messe in New York

New York/Philadelphia – Papst Franziskus hat zum Abschluss seines Besuchs in New York eine Messe mit 20.000 Menschen im Madison Square Garden gefeiert. Am Samstag fliegt das Oberhaupt der katholischen Kirche weiter nach Philadelphia, wo Franziskus auch am Weltfamilientag teilnehmen wird, dem Anlasse des Besuchs in den USA. Es ist die letzte Station seiner Reise.

Unter dem Jubel der Menschen fuhr der Papst einige Runden durch die Halle des Madison Square Garden und winkte in die Menge. In seiner Predigt prangerte Franziskus das Leben vieler Menschen an den Rändern der Gesellschaft in Städten wie New York an. "Großstädte verbergen die Gesichter all jener Menschen, die scheinbar keine Staatsbürgerschaft haben oder Bürger zweiter Klasse sind", sagte er. "Diese Menschen stehen an den Rändern unserer Straßen, auf unseren Gehwegen, in ohrenbetäubender Anonymität."

Aufruf zu Kampf gegen Armut

In Philadelphia wird Franziskus nach seiner Ankunft eine Messe feiern, an einem Treffen für die Religionsfreiheit mit Migranten teilnehmen und am Abend (Ortszeit) vor dem Abschluss des Weltfamilientages eine Gebetswache mit Familien abhalten. Dort sollen auch Stars wie Andrea Bocelli singen. Philadelphia ist die letzte Station der sechstägigen Reise des Papstes durch die USA, zuvor hatte er Kuba besucht.

In New York hatte der Papst am Freitag vor der UN-Vollversammlung gesprochen und die Weltgemeinschaft eindringlich zum Kampf gegen Armut und Umweltzerstörung aufgefordert. "Jede Schädigung der Umwelt ist eine Schädigung der Menschheit", sagte er. Jeder Mensch habe ein Recht auf Leben, was einem "Existenzrecht der menschlichen Natur selbst" entspreche. Franziskus rief die etwa 160 anwesenden Staats- und Regierungschefs zum unverzüglichen Handeln auf.

Am Ground Zero, dem Ort der Terroranschläge vom 11. September 2001, gedachte der Papst der Opfer. Er rief zu einem friedlichen Zusammenleben aller Religionen und Kulturen auf, traf Angehörige von Opfern und betete mit Vertretern verschiedener Religionen. In einer katholischen Schule im Stadtteil Harlem traf der Papst dann Kinder von Migranten und ihre Familien. Bei seiner anschließenden Fahrt durch den Central Park jubelten Franziskus Zehntausende Menschen zu. (APA/dpa, 26.9.2015)

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