Kein König für Regenritual verfügbar: Inderinnen wuschen Polizeichef

25. September 2015, 15:48
16 Postings

Örtlicher Polizeioffizier musste versprechen, keine Bestechungsgelder anzunehmen

Dorfbewohnerinnen im Norden Indiens haben ihre Regengötter mit der Hilfe eines "falschen" Königs beschworen. Der örtliche Polizeichef Ranvijay Singh sagte am Freitag, er habe sich überreden lassen, bei dem alten Ritual mitzumachen. In der Gegend rund um Siddharthnagar glauben viele Menschen, dass bei einer langen Dürre der König öffentlich gewaschen werden muss. Dann regne es.

Allerdings gibt es dort an der Grenze zu Nepal keine Könige mehr, deswegen musste der Polizist als oberste Instanz einspringen. Er glaube natürlich nicht an solchen Aberglauben, versicherte Polizeichef Singh. "Ich musste im Hof des Polizeireviers sitzen, während die Frauen Wasser auf mich spritzen", sagte er. Danach zogen die Frauen mit ihren Kübeln zum Shiva-Tempel, um Wasser zu opfern.

Die indische Zeitung "Asian Age" berichtete, dem Polizisten sei auch noch ein Versprechen abgenommen worden, drei Tage lang keine Bestechungsgelder anzunehmen. Dem Bericht zufolge regnete es wenige Stunden nach dem Ritual tatsächlich etwas. In der Region gingen wegen der Dürre schon viele Pflanzen auf den Feldern ein.

Es gibt viele Rituale in Indien, die die Regengötter gnädig stimmen sollen. In manchen Gegenden etwa pflügen Frauen nachts nackt die Felder, in anderen werden Esel verheiratet. (APA, 25.9.2015

  • Es regnete tatsächlich (Symbolbild).
    foto: reuters/amit dave

    Es regnete tatsächlich (Symbolbild).

Share if you care.