Filmverbände fordern Ausstieg des ORF aus der Formel 1

25. September 2015, 15:33
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Sie wollen "Investition in österreichisches Programm anstatt in teure Übertragungsrechte"

Wien – Österreichs Filmverbände sprechen sich für einen Ausstieg des ORF aus der Formel 1 aus. Film Austria und der Verband österreichischer Filmproduzenten (AAFP) forderten in einer Aussendung "Investition in österreichisches Programm anstatt in teure Übertragungsrechte". Die Übertragung der Formel 1 koste den ORF jährlich mehr als 15 Millionen Euro – bei stark sinkenden Quoten. Nur sechs Prozent dieser Kosten könnten durch Werbung wieder verdient werden, kritisierten die Filmverbände.

"Auf diese teuren Übertragungsrechte zu verzichten, ist in Anbetracht der ohnehin angespannten finanziellen Situation des ORF und nach Maßgabe der Erfüllung des Informations- und Kulturauftrags jedenfalls zu begrüßen – und längst überfällig", sagte Film Austria-Generalsekretär Alfred Noll.

"Damit scheint die ORF-Geschäftsführung endlich eine Richtungsentscheidung getroffen zu haben, auf öffentlich-rechtliche Inhalte zu setzen und wieder vermehrt österreichische Filme, Serien und Dokus zu produzieren", zeigte sich Noll zuversichtlich.

ORF-Finanzdirektor Richard Grasl sprach sich zuletzt für einen Ausstieg aus der Formel 1 aus, eine endgültige Entscheidung hat die ORF-Geschäftsführung allerdings noch nicht getroffen. Für 2016 fordern die Filmschaffenden vom ORF 100 Millionen für österreichische Programmproduktionen. (APA, 25.9.2015)

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