Deutsche Regierung und Wirtschaft wollen mehr Start-up-Börsengänge

25. September 2015, 14:39
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Gabriel: Haben vor allem im Vergleich zu angelsächsischen Ländern zu wenige solcher Börsengänge

Die deutsche Regierung und die Finanzwirtschaft haben die geringe Zahl von Börsengängen junger Hightech-Firmen in Deutschland beklagt. Damit werde Deutschland einer modernen, innovativen Industrienation nicht gerecht, sagte Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel am Freitag in Berlin.

"Mit gerade einmal drei Börsengängen von Technologieunternehmen jeweils im letzten und in diesem Jahr haben wir vor allem im Vergleich mit angelsächsischen Ländern zu wenige solcher Börsengänge."

15 bis 20 Börsengänge pro Jahr

Die Unternehmerin und BMW-Großaktionärin Susanne Klatten sagte, der Börsenstandort Deutschland sollte pro Jahr durchschnittlich 15 bis 20 Börsengänge von Wachstumsunternehmen anstreben. Die Aktienkultur in Deutschland sei unterentwickelt, kritisierte der Co-Chef der Deutschen Bank, Jürgen Fitschen. Auch die Bereitschaft, in Wachstumsfirmen zu investieren, sei in den USA deutlich ausgeprägter.

Der Vizechef der Deutschen Börse, Andreas Preuß, bemängelte das geringe Angebot an Wagniskapital. Einem speziellen neuen Börsensegment für Wachstumsfirmen erteilte er dagegen erneut eine Absage. (APA, 25.9. 2015)

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