Kinderuni: Was bedeutet "soziale Ungleichheit"?

29. September 2015, 07:00
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Etwa 220 Babys werden pro Tag in Österreich geboren. Sie haben meist nicht die gleichen Voraussetzungen. Warum, zeigt die Kinderuni

Frage: Was bedeutet "soziale Ungleichheit"?

Antwort: Das ist ein sehr breiter Begriff, den Wissenschafter verwenden, um zu beschreiben, dass nicht alle Menschen dieselben Voraussetzungen haben.

Das bedeutet, dass sich manche Menschen leichter als andere damit tun, zu einem guten Schulabschluss zu kommen, dass manche mehr Geld verdienen und mehr Einfluss haben als andere.

Frage: Was entscheidet in Österreich darüber, wer welche Chancen hat?

Antwort: In Österreich werden diese Möglichkeiten meist quasi von Generation zu Generation weitergegeben. So haben manche Eltern eher als andere die Möglichkeit, ihren Kindern Bücher zur Verfügung zu stellen, ihnen Nachhilfe zu bezahlen und die Zeit, um ihnen Aufmerksamkeit entgegenzubringen. Das wirkt sich auch auf deren Lebensweg aus: Wie Statistiken zeigen, studieren Kinder von Eltern, die die Universität besucht haben, meist auch selbst. Kinder, deren Eltern nur die Pflichtschule abgeschlossen haben, gehen hingegen seltener auf die Uni.

Das bedeutet aber nicht, dass nicht grundsätzlich alle Kinder gleichermaßen in der Lage sind, das, was sie sich für ihr Leben wünschen, auch zu erreichen.

Frage: Was kann ihnen dabei helfen?

Antwort: Darüber wird fleißig diskutiert. Einig ist man sich darüber, dass Bildung für alle möglich sein soll und dass Menschen nicht aufgrund von Unterschieden anders behandelt werden dürfen als andere. (Lisa Breit, 29.9.2015)

Die STANDARD-Kinderuni findet in Kooperation mit Ö1 statt.

  • Jeder von uns ist anders. Trotzdem sollen wir alle gleich behandelt werden.
    foto: istock

    Jeder von uns ist anders. Trotzdem sollen wir alle gleich behandelt werden.

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