Militärmusik: Auch Sponsor durfte den Erhalt in Salzburg nicht retten

24. September 2015, 17:21
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Salzburger Landesrat spricht von mutwilliger Demontage – Ministerium: Dienstbetrieb darf nicht auf Sponsorgelder aufgebaut sein

Wien/Salzburg – Die Debatte über die Verkleinerung der Militärmusik ist um eine Facette reicher: In Salzburg hat sich offenbar ein privater Sponsor gefunden, der längerfristig jene Mehrkosten finanziert hätte, damit die Kapelle in ihrer bisherigen Größe erhalten bleiben kann. Doch das Verteidigungsministerium habe dieses Angebot abgewiesen, ärgerte sich der Salzburger Landesrat Hans Mayr (Team Stronach).

Mayr selbst begeisterter Blasmusiker

"In Salzburg wird der Unwille zu einem Weiterbestand der Militärmusik gar auf die Spitze getrieben. Ein großzügiger Unterstützer hätte die jährlichen Mehrkosten von kolportierten 250.000 Euro für den Weiterbestand der Militärmusik übernommen. Das Angebot wurde aber vom Ministerium in Wien abgeschmettert", sagte Mayr – selbst seit Jahrzehnten begeisterter Blasmusiker – und sprach wörtlich von einer "mutwilligen Demontage einer Österreichischen Kultureinrichtung".

"Als staatliche Organisation können wir die Ausrichtung des Dienstbetriebes nicht auf private Sponsoren aufbauen. Das geht schon rein rechtlich nicht", hielt Ministeriumssprecher Michael Bauer entgegen. Die Musiker seien ja zum Teil Beamte, eine private Bezahlung der Gehälter sei da einfach nicht möglich. (APA, 24.9.2015)

  • Private Sponsoren für die Militärmusik akzeptiert das Verteidigungsministerium nicht.
    foto: reuters/michael dalder

    Private Sponsoren für die Militärmusik akzeptiert das Verteidigungsministerium nicht.

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