80 Euro für eine Million Streams: Debatte um Spotify-Tantiemen

24. September 2015, 16:55
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Songwriter stößt Diskussion über zu geringe Bezahlung wieder an

Es war einer der größeren Hits des vergangenen Jahres: Die Sängerin Meghan Trainor nistete sich mit "All about that Bass" ohne Gnade in zahlreichen Gehörgängen weltweit ein. Mehr als eine Milliarde Mal wurde das Musikvideo bereits auf YouTube angeklickt.

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Auch auf Spotify feiert Trainors Nummer große Erfolge. 178 Millionen Mal hörten Nutzer den Ohrwurm. Doch der große Reichtum blieb für den Mann hinter der Nummer aus – zumindest, was Einnahmen aus Streaming anbelangt. Nur 5.050 Euro hat der Songwriter Kevin Kadine bislang von Spotify erhalten.

Keine Chance für unbekannte Künstler

Er hat den Song gemeinsam mit der Interpretin geschrieben. Wie viel sie insgesamt bekommen hat, ist nicht ganz klar. Laut Kadine soll eine Million Streams für das gesamte Songwriter-Team nur 80 Euro an Einnahmen bedeuten. Welchen Betrag weniger berühmte Interpreten durch Spotify erhalten können, kann sich damit wohl jeder denken.

Heftige Debatte flammt erneut auf

Nach Kadines Kommentaren flammt die Debatte um Tantiemen-Ausschütung durch Streaming-Dienste wieder auf. Die US-Amerikanerin Taylor Swift hatte für Aufsehen gesorgt, als sie vor einigen Monaten ihre Songs aus dem Spotify-Katalog entfernte. Sie beklagte zu geringe Einnahmen und mangelnden Respekt durch die Streaming-Dienste. (fsc, 24.9.2015)

  • Spotify soll seine Tantiemen erhöhen, fordern Künstler
    foto: reuters/hartmann

    Spotify soll seine Tantiemen erhöhen, fordern Künstler

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