"Gratis"-Jugendkonten sind nicht immer gratis

24. September 2015, 12:26
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Der Normalnutzer muss bis zu 27 Euro im Jahr zahlen

Wien – Als gratis beworbene Jugendkonten sind nicht immer kostenlos. Zwar verlangen die Banken keine Kontoführungsgebühr, jedoch können hohe Zusatzspesen anfallen, ergab ein Test der Arbeiterkammer. Einen Normalnutzer mit 280 Buchungen im Jahr – ohne besondere Spesen und Überziehung – könne das Jugendkonto bis zu 27 Euro im Jahr kosten, warnt die AK.

13 von 14 überprüften Banken verlangten etwa für die Nichtdurchführung einer Lastschrift, weil das Konto nicht gedeckt ist, zwischen 3,86 und 9,19 Euro. Zu Buche schlagen können auch Barauszahlungen am Schalter, für die vier Banken bis zu 1,50 Euro verrechneten.

Überziehen kostet

Ins Minus zu gehen kostet ebenfalls: Die Überziehungszinsen betrugen zwischen 6,125 und 11 Prozent. Im Schnitt sind die Überziehungszinsen (8,5 Prozent) aber bei Jugendkonten niedriger als bei herkömmlichen Gehaltskonten (11 Prozent), erklärte die AK am Donnerstag in einer Aussendung. Die Habenzinsen dagegen sind mit 0,125 Prozent genauso niedrig wie bei Gehaltskonten. Angesichts der niedrigen Leitzinsen seien die Sollzinsen generell zu hoch, kritisierte AK-Experte Christian Prantner. (APA, 24.9.2015)

Jugendkonten, die laut AK wirklich kostenlos sind

Easybank: "Easy Schüler", "Easy Lehrling"
Erste Bank: "Spark 7 Jugendkonto"
Unicredit Bank Austria: "Megacardkonto"
Volksbank Wien-Baden: "Aktivkonto"
Bank Burgenland: "0x24"
WSK-Bank: "1-2-3 Startkonto"
Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien: "Raiffeisen-Taschengeldkonto"
Sparda-Bank Austria Süd: "Jugendkonto Pauschalverrechnung"

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