Valve an Spielentwickler: Gibt keinen Grund für Microsofts DirectX 12 und Apples Metal

24. September 2015, 11:00
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Es wäre besser, auf Open-GL-Nachfolger Vulkan zu warten

Geht es nach dem Spielhersteller und Steam-Betreiber Valve, gibt es für Entwickler keinen Grund auf Microsoft neue Grafikschnittstelle DirectX 12 zu setzen, die bei Windows 10 und künftig auch bei der Konsole Xbox One zum Einsatz kommt. Auch von auf Apples neuer Programmierschnittstelle Metal wird aufgrund des eingeschränkten Einsatzgebiets abgeraten.

In einem Vortrag auf der Fachmesse Siggraph 2015 erklärt Valve-Ingenieur Dan Ginsburg, dass es hingegen sinnvoller sei, auf den Open-GL-Nachfolger Vulkan zu warten, der bis Ende 2015 veröffentlicht werden soll. "Wenn man nicht gerade unbedingt schon in diesem Jahr ein DirectX-12-Spiel auf den Markt bringen will, würde ich sagen, dass es wirklich kaum einen Grund gibt, jemals eine DirectX-12-Grundlage für ein Spiel zu erschaffen", sagt Ginsburg. Gleiches gelte für Metal.

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Vielseitiger

Wer sein Spiel auf mehreren Systemen herausbringen wolle, solle lieber Vulkan in Betracht ziehen. Die Vielseitigkeit sei ein Grund, weshalb auch Valves neue Entwicklungssoftware Source 2 Engine die offene Schnittstelle unterstützt. "Vulkan wird nicht nur Windows 10 unterstützen, sondern auch für Windows 7 und Windows 8 und wir werden es auf Android haben und alle unabhängigen Hardwarehersteller machen großartige Fortschritte bei den Treibern", gibt der Valve-Mitarbeiter zu bedenken. "Ich denke, es ist klar, dass Vulkan die beste Wahl ist und wir sind sehr zufrieden mit dem Fortschritt und dem Zustand der Schnittstelle. Wir denken, es wird die nächste Generation an Spielen auf Jahre hinaus antreiben." (zw, 24.9.2015)

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    bild: source 2 engine
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