Plattform soll Österreichern Gesundheit erklären

23. September 2015, 14:28
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Um die Gesundheitskompetenz der Österreicher ist es schlecht bestellt – eine neue Online-Plattform will das ändern

Wien – Bund, Länder und Sozialversicherung wollen an einem Strang ziehen, um die Gesundheitskompetenz der österreichischen Bevölkerung zu stärken. Am Mittwoch präsentierten Vertreter dieser Partner sowie des Bildungs- und Sozialministeriums in Wien die neue Österreichische Plattform für Gesundheitskompetenz (ÖPGK).

Laut einer Studie aus dem Jahr 2012 weisen 56 Prozent der Österreicher eine schlechte Gesundheitskompetenz auf. Fast 25 Prozent tun sich schwer, den eigenen Arzt zu verstehen. Auf ihrer ersten Konferenz präsentierte die ÖPGK europäische Initiativen und "Best-practice-"Beispiele aus Österreich. Vorgestellt wurden unter anderem die Projekte "Gesundheitskompetenz-Coaching in Einrichtungen der Sozialversicherung", "Weiterentwicklung der Gesprächsqualität in der Patientenversorgung", "Videodolmetschen im Gesundheitswesen" oder "Beratungs- und Schulungsangebote für pflegende Angehörige".

"Die Stärkung der Gesundheitskompetenz erleichtert es den Menschen, ihre Rolle als selbstbestimmte Partner im Gesundheitssystem wahrzunehmen. Zentral für die patientenorientierte Gestaltung des Gesundheitssystems ist sowohl die kommunikative Kompetenz der Gesundheitsdienstleisterinnen und -dienstleister, als auch die verständliche Aufbereitung von Informationen in Gesundheitseinrichtungen. Aber auch das System selbst muss 'gesundheitskompetent' werden", erklärte Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser (SPÖ) am Mittwoch in einer Aussendung. (APA, 23.9.2015)

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