Kaffeekonsum 2014 ungebrochen hoch

23. September 2015, 13:34
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Im vergangenen Jahr waren in Österreich erstmals mehr Kapselmaschinen als Filterkaffeeautomaten in Verwendung

Wien – Die Österreicher trinken überdurchschnittlich viel Kaffee – mit einem Verbrauch von 8,3 Kilogramm pro Kopf lagen sie 2014 erneut weit über dem europäischen Durchschnitt von 4,9 Kilogramm. Mehr Kaffee konsumierten nur die Finnen (12,1 Kilogramm) und die Norweger (9,1 Kilogramm), wie der Österreichische Kaffee- und Tee-Verband heute, Mittwoch, mitteilte. Kapselkaffee läuft Filterkaffee den Rang ab.

Bei der Zubereitung verdrängten Kapselmaschinen im Vorjahr mit einem Anteil von 38,6 Prozent erstmals Filterkaffeemaschinen auf den zweiten Platz (38 Prozent). Dahinter folgten Vollautomaten (32 Prozent). Der Großteil der Haushalte besitze mehr als nur eine Kaffeemaschine. Der Siegeszug der Kapselmaschinen halte an. "Kaffee wird immer mehr zum Gourmet- und Lifestyle-Produkt", betonte Kaffeeverbandspräsident Harald Mayer. Im Schnitt trinkt der Österreicher 2,9 Tassen täglich.

Brasilien wichtigstes Herstellerland

2014 importierte Österreich rund 1,6 Millionen Kaffeesäcke zu je 60 Kilogramm. Rund drei Viertel davon (1,2 Millionen Sack bzw. 72.000 Tonnen Kaffee) wurden laut Kaffeeverband hierzulande konsumiert, der Rest wurde wieder exportiert.

Fast ein Drittel (32 Prozent) des weltweit produzierten Kaffees stammte 2014 aus Brasilien, wo derzeit rund 45,3 Millionen Sack Rohkaffee zu je 60 Kilogramm erzeugt werden. Zweitwichtigstes Herstellerland war mit einem Anteil von 19,4 Prozent Vietnam. Dahinter folgten Kolumbien (8,8 Prozent), Indonesien (6,4 Prozent) und Äthiopien (4,7 Prozent). Ebenfalls unter den Top-10-Erzeugerländern rangierten Indien (4,1 Prozent), Honduras (3,3 Prozent), Mexiko und Uganda (mit je 2,8 Prozent) sowie Guatemala (2,5 Prozent).

Für 2014/15 wird ein weltweit rückläufiger Ernteertrag von rund 141,7 Millionen 60-Kilo-Säcken erwartet – ein Minus von 3,7 Prozent gegenüber dem Jahr davor. Der Produktionsrückgang verteilt sich laut Kaffeeverband fast zu gleichen Teilen auf Arabica- und Robusta-Sorten. Die im Geschmack als hochwertiger und feiner geltenden Arabicas füllten im Vorjahr 83,6 Millionen 60-Kilo-Säcke – um 3,9 Prozent weniger als 2013. Der Anteil an der Gesamtkaffeeproduktion lag jedoch unverändert bei rund 60 Prozent. Es gab auch um 3,7 Prozent weniger Robusta-Kaffee.

Zu den aufstrebenden Kaffeeherstellerländern gehörten 2014 neben Indien mit einem Produktionsplus von 8,7 Prozent auf 5,5 Millionen Sack, Guatemala, Honduras und auch Tansania mit Zuwachsraten im jeweils zweistelligen Prozentbereich. Im führenden Kaffeeland Brasilien hingegen ging die Produktion im Vorjahr um 7,8 Prozent zurück. In Vietnam entwickelte sich die Erzeugermenge mit 27 Millionen Sack stabil, in Kolumbien gab es ein Plus von 3,1 Prozent auf 12,5 Millionen Sack. (APA, 23.9.2015)

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    foto: apa/martin gerten

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