Unglückskran von Mekka laut Liebherr-Experten nicht richtig gesichert

23. September 2015, 13:07
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Keine technischen Mängel festgestellt

Mekka – Der auf die Große Moschee in Mekka gestürzte Liebherr-Baukran ist nach Angaben des Baumaschinen-Herstellers nicht ausreichend gesichert gewesen. Liebherr-Experten an Ort und Stelle konnten nach Unternehmensangaben keine technischen Mängel an dem Kran feststellen. Mehrere Mitarbeiter waren nach Mekka gereist, um dem Unglück mit mehr als 100 Toten auf den Grund zu gehen.

"Es gibt in der Betriebsanleitung Vorschriften, wie ein Kran bei welchen Windstärken zu sichern ist", sagte ein Unternehmenssprecher am Mittwoch. Der Kran des Typs LR-11350 war in Ehingen in Baden-Württemberg hergestellt worden. Er stürzte am 11. September bei einem schweren Unwetter auf einen Teil der Großen Moschee. Zu dem Zeitpunkt war der Kran laut Liebherr außer Betrieb, der 190 Meter lange Ausleger aber trotzdem ganz aufgerichtet, wie der Konzern in einer Mitteilung am Dienstagabend mitteilte. Wegen des starken Winds hätte der Ausleger aber vorbeugend abgelegt werden müssen, damit der Kran nicht umkippt. "Der Kran musste damit umfallen", erklärte ein Sprecher am Mittwoch. (APA/dpa, 23.9.2015)

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