Russland warnt vor Stationierung neuer US-Atomwaffen in Deutschland

23. September 2015, 12:49
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Drohung mit Gegenschritten, etwa der der Stationierung von Kurzstreckenraketen in der Exklave Kaliningrad

Russland warnt vor einer Stationierung neuer taktischer US-Atomwaffen in Deutschland und droht mit Gegenschritten. Kremlsprecher Dmitri Peskow warf den USA am Mittwoch vor, mit diesem "ernsten Schritt" die Spannungen in Europa zu verschärfen.

Er reagierte damit auf einen Bericht des ZDF-Magazins "Frontal 21" vom Dienstag, wonach die USA Atombomben vom Typ B 61-12 auf dem Bundeswehr-Fliegerhorst Büchel in Rheinland-Pfalz planen. Eine offizielle Bestätigung für diese Pläne gibt es nicht.

"Zerstörung des strategischen Gleichgewichts"

"Das kann zu einer Zerstörung des strategischen Gleichgewichts in Europa führen", sagte Peskow der Agentur Interfax zufolge. Russland werde durch die Pläne der USA gezwungen, das strategische Kräftegleichgewicht in Europa wiederherzustellen. Man werde reagieren, um die eigene nationale Sicherheit zu gewährleisten. Interfax berichtete, ein solcher Gegenschritt könnte etwa die Stationierung von Iskander-Raketen in Kaliningrad sein.

Das ZDF-Magazin hatte sich in dem Bericht auf US-Budgetpläne berufen. Rüstungsexperten meinten in der Sendung, dass die neuen taktischen Atomwaffen zielgenauer seien als die, die bisher in Büchel gelagert würden. Im Kriegsfall könnten demnach deutsche Tornado-Piloten im Auftrag der Nato Angriffe mit den US-Bomben fliegen. (dpa, Reuters, 23.9.2015)

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